Redcare Pharmacy Aktie: Neue Ziele

Redcare Pharmacy legt geprüfte Jahreszahlen vor und kündigt für 2026 ein Umsatzwachstum von 13-15% an. Während das Rezeptgeschäft boomt, bleibt die Profitabilität die zentrale Herausforderung.

Die Kernpunkte:
  • Umsatz 2025 steigt auf 2,9 Milliarden Euro
  • Starkes Wachstum im deutschen Rezeptgeschäft
  • Prognose: 13-15% Umsatzplus für 2026
  • Bereinigte EBITDA-Marge soll mindestens 2,5% erreichen

Redcare Pharmacy liefert heute erstmals vollständig geprüfte Zahlen für 2025 – und legt gleichzeitig eine offizielle Prognose für 2026 vor. Genau darauf hat der Markt gewartet: Denn das Wachstum bei E-Rezepten ist rasant, während das margenträchtigere OTC-Geschäft zuletzt an Tempo verlor. Entscheidend ist damit weniger das „Wie schnell?“, sondern das „Wie profitabel?“.

Geprüfte Zahlen: Wachstum ja, Ergebnis noch rot

Unterm Strich zeigt der Jahresbericht ein bekanntes Bild: Der Umsatz steigt kräftig, die Profitabilität bleibt aber die Baustelle. Für 2025 summiert sich der Umsatz auf 2,9 Milliarden Euro (nach 2,4 Milliarden Euro im Vorjahr). Im vierten Quartal meldete das Unternehmen 794 Millionen Euro Umsatz.

Allerdings kam das Q4-Wachstum nicht ganz so stark an wie erhofft. Laut Bericht lag der Quartalsumsatz rund 3% unter den Analystenerwartungen – vor allem wegen Schwäche im hochmargigen Non-Rx/OTC-Bereich. Dort stieg der Umsatz im vierten Quartal zwar um 9% auf 483 Millionen Euro, blieb aber etwa 9% unter dem Konsens. Trotz des Umsatzsprungs rechnet Redcare für 2025 weiterhin mit einem Nettoverlust von rund 35 Millionen Euro.

E-Rezept als Motor – und potenzieller Margenhebel

Der klare Lichtblick ist das Rezeptgeschäft in Deutschland. Die Rx-Umsätze legten 2025 um 98% auf 503 Millionen Euro zu und übertrafen damit sogar die eigene Zielmarke („mehr als 500 Millionen Euro“). Auch im vierten Quartal blieb der Trend intakt: Plus 60% auf 155 Millionen Euro, damit leicht über den Erwartungen.

Parallel wächst die Basis: 13,9 Millionen aktive Kunden bedeuten ein Plus von 1,4 Millionen binnen eines Jahres. Der Net Promoter Score stieg im vierten Quartal auf 74 (nach 72 im dritten Quartal) – ein Signal, dass das Angebot bei den Kunden ankommt.

Spannend wird zudem die regulatorische Seite. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat Pläne bestätigt, die feste Vergütung pro Rezept anzuheben. Im Raum steht eine Erhöhung auf 9,50 Euro. Für Redcare wäre das im Rx-Geschäft besonders wichtig, weil zusätzliche Cent hier laut Darstellung des Unternehmens nahezu direkt als Ergebnishebel wirken könnten.

Prognose 2026: Wachstum soll bleiben, Marge soll steigen

Bereits gestern (3. März) hat Redcare per Ad-hoc-Mitteilung konkrete Ziele für 2026 gesetzt. Der Konzern stellt 13% bis 15% Umsatzwachstum in Aussicht. Für das deutsche Rx-Geschäft peilt das Management mehr als 670 Millionen Euro Umsatz an.

Im Non-Rx-Geschäft werden 8% bis 10% Wachstum erwartet. Noch wichtiger aus Investorensicht: Die bereinigte EBITDA-Marge soll mindestens 2,5% erreichen. Das ist eine Stufe über dem zuletzt für 2025 kommunizierten Zielkorridor von 2,0% bis 2,5%.

Damit ist die Richtung klar: Redcare will zeigen, dass sich das starke Rx-Wachstum nicht nur im Umsatz, sondern zunehmend auch in der Marge niederschlägt – trotz weiterhin hoher Investitionen in Logistik und Automatisierung in den Jahren 2025 bis 2026.

Zumindest an der Börse bleibt die Aktie nach dem starken Kursverfall der vergangenen zwölf Monate angeschlagen: Mit 60,20 Euro lag sie gestern nur knapp über dem 52‑Wochentief (58,65 Euro).

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