Redcare Pharmacy Aktie: OTC-Schwäche belastet

Redcare Pharmacy verfehlt Umsatzerwartungen trotz starkem E-Rezept-Geschäft. Die Schwäche im margenstarken Non-Rx-Segment führt zu einem deutlichen Kursverlust der Aktie.

Die Kernpunkte:
  • Vorläufiger Jahresumsatz 2025 bei 2,9 Milliarden Euro
  • Deutsches Rx-Geschäft verdoppelt sich nahezu
  • Non-Rx-Segment wächst nur schwach
  • Aktie verliert rund 10 Prozent an Wert

Redcare Pharmacy steht nach der Vorlage vorläufiger Zahlen unter Druck. Während das Geschäft mit E-Rezepten in Deutschland boomt, enttäuschte ausgerechnet das margenstarke Geschäft mit rezeptfreien Produkten. Die Aktie reagierte prompt mit einem Kursrutsch von rund 10 Prozent binnen zwei Tagen.

Starkes Rx-Geschäft, schwaches OTC-Segment

Das Unternehmen meldete für das Gesamtjahr 2025 vorläufige Erlöse von 2,9 Milliarden Euro – ein Plus von 24 Prozent. Im vierten Quartal lag das Umsatzwachstum bei 18 Prozent auf 794 Millionen Euro. Das Problem: Analysten hatten mit etwa 3 Prozent mehr gerechnet. Verantwortlich für die Verfehlung war das schwache Non-Rx-Geschäft.

Die wichtigsten Eckdaten:

  • Rx-Geschäft Deutschland: Umsatz stieg im Q4 um 60 Prozent auf 155 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr verdoppelten sich die deutschen Rx-Erlöse nahezu (+98 Prozent) auf 503 Millionen Euro.
  • Non-Rx-Geschäft: Wuchs im Schlussquartal nur um 9 Prozent auf 483 Millionen Euro. Das Management verwies auf eine schwächere Nachfrage in mehreren Märkten und das Ausbleiben einer starken Erkältungswelle.
  • Kundenbasis: Stieg um 1,4 Millionen auf insgesamt 13,9 Millionen aktive Nutzer.

CEO Olaf Heinrich betonte den strategischen Erfolg beim E-Rezept. Doch die Börse reagierte ernüchtert – die Margenproblematik rückt in den Vordergrund.

Margenrisiko im Fokus

Das Rx-Geschäft wächst dynamisch, bringt aber niedrigere Margen als das OTC-Segment. Die Schwäche bei rezeptfreien Produkten wirft nun die Frage auf, ob die Profitabilität unter Druck gerät. Investoren fragen sich: War die OTC-Flaute nur eine wetterbedingte Anomalie oder zeigt sich hier ein strukturelles Problem durch verschärften Wettbewerb?

Die Aktie notiert mittlerweile deutlich unter ihren gleitenden Durchschnitten. Die Unsicherheit über den künftigen Margenmix belastet das Papier zusätzlich.

Entscheidender Termin am 4. März

Am 4. März 2026 veröffentlicht Redcare Pharmacy den geprüften Jahresbericht 2025. Der Fokus wird auf der adjustierten EBITDA-Marge liegen. Anleger erwarten Klarheit darüber, wie sich der Mix aus niedrigmargigem Rx- und hochmargigem OTC-Geschäft auf die Profitabilität auswirkt. Bis dahin dürfte die Aktie volatil bleiben – technisch bildet die Marke von 60 Euro die nächste wichtige Unterstützung.

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