Redcare Pharmacy Aktie: Prognoseerhöhung überrascht den Markt
Redcare Pharmacy hebt Jahresprognose an und übertrifft Analystenerwartungen. Das starke Rezeptgeschäft treibt das Wachstum.

- Jahresprognose für 2026 angehoben
- Rezeptgeschäft wächst um 57 Prozent
- EBITDA-Marge konkretisiert
- Aktie steigt um rund 16 Prozent
Lange hatte die Aktie von Redcare Pharmacy ein schwieriges Jahr hinter sich — zu wenig Wachstum, zu hohe Kosten, zu viel Gegenwind. Dann kam gestern kurz vor Handelsende eine Meldung, die das Bild schlagartig veränderte.
Die Online-Apotheke hob ihre Jahresprognose für 2026 an und übertraf dabei die Erwartungen der Analysten deutlich. Statt der bisher angestrebten 13 bis 15 Prozent Umsatzwachstum peilt Redcare nun 15 bis 17 Prozent an. Der Marktkonsens lag zuvor bei rund 14 Prozent — die neue Untergrenze liegt bereits darüber.
Rezeptgeschäft als Wachstumstreiber
Der entscheidende Motor: das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten in Deutschland. Im bisherigen Verlauf des zweiten Quartals kletterte der Umsatz in diesem Segment um 57 Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet das Management nun Erlöse zwischen 680 und 720 Millionen Euro aus diesem Bereich.
Parallel dazu wurde auch die Profitabilitätsaussage konkreter gefasst. Die EBITDA-Marge soll nun zwischen 2,5 und 3,0 Prozent landen — bisher hatte Redcare lediglich ein Minimum von 2,5 Prozent in Aussicht gestellt. Eine enge Spanne, aber ein Signal, dass das Management seine Zahlen besser im Griff hat als zuletzt.
Kursreaktion und weiteres Bild
Die Anleger reagierten prompt: Die Aktie sprang auf den höchsten Stand seit Anfang März und schloss rund 16 Prozent im Plus. Damit war das Papier klarer Spitzenreiter im MDAX. Der Jahresverlust schrumpfte auf rund 14 Prozent — noch immer erheblich, aber das Sentiment hat sich spürbar gedreht.
Kein Wunder, dass Anleger aufhorchten: Die Kombination aus überraschend erhöhter Prognose und starkem Wachstum im Rezeptsegment trifft genau den Punkt, an dem Redcare in den vergangenen Monaten am stärksten angezweifelt worden war.
Ob der gestrige Schwung trägt, dürfte sich zeigen, wenn das Unternehmen die vollständigen Halbjahreszahlen vorlegt — dann wird sichtbar, ob das starke Q2-Momentum auch in den Gesamtergebnissen ankommt.
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