Redcare Pharmacy Aktie: Rx-Geschäft steigt auf 680 Millionen
Redcare Pharmacy hebt nach starkem zweiten Quartal die Jahresprognose an. Analysten sehen trotz des jüngsten Kursanstiegs weiteres Aufwärtspotenzial.

- Umsatzprognose auf 15 bis 17 Prozent erhöht
- Rezeptgeschäft als zentraler Wachstumstreiber
- Analysten bestätigen Kaufempfehlungen
- Halbjahresbericht im Juli als nächster Test
Drei Wochen ist es her, da schockierte Redcare Pharmacy die Börse mit einer Prognose-Explosion. Die Folge: Die Aktie legte innerhalb weniger Tage über 47 Prozent zu. Jetzt konsolidiert der Kurs auf hohem Niveau.
Am Dienstag notiert das Papier bei 68,55 Euro – ein minimales Minus von 0,22 Prozent. Grund zur Nervosität besteht nicht. Der RSI liegt bei 72,2 und damit im überkauften Bereich. Eine Verschnaufpause war absehbar.
Rezeptgeschäft als Wachstumsmotor
Der Kurssprung hatte einen handfesten Auslöser. Mitte Juni hob das Management die Jahresziele an. Statt wie bisher 13 bis 15 Prozent erwartet Redcare nun ein Umsatzplus von 15 bis 17 Prozent. Grund: das starke zweite Quartal.
Eine Schlüsselrolle spielt das verschreibungspflichtige Geschäft in Deutschland. Die Prognose für diesen Bereich stieg von „über 670 Millionen Euro“ auf 680 bis 720 Millionen Euro. Das entspricht einem Wachstum von 35 bis 43 Prozent. Auch die operative Marge soll sich verbessern: Die Spanne für das bereinigte EBITDA liegt jetzt bei 2,5 bis 3,0 Prozent.
Die Marke Shop-Apotheke profitiert von der zunehmenden Verbreitung des E-Rezepts. Redcare hat neue Technologien implementiert, um die Verarbeitungsgeschwindigkeit zu erhöhen.
Analysten sehen weiteres Potenzial
Die Analysten reagierten positiv. Die Deutsche Bank setzte ein Kursziel von 102 Euro, Berenberg blieb bei „Buy“ mit einem Ziel von 92 Euro. Das aktuelle Kursniveau liegt mit 68,55 Euro noch deutlich darunter. Die Aktie notiert jedoch bereits 128 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief von 30,06 Euro – und 38,8 Prozent unter dem Hoch von 112,10 Euro.
Kurz gesagt: Die Neubewertung ist in vollem Gange. Der Markt testet, ob die verbesserte Marge und das stärkere Rx-Wachstum tragfähig sind.
Der nächste Stresstest folgt im Juli. Dann legt Redcare den ausführlichen Halbjahresbericht vor. Im Fokus: ob das Tempo im Rezept- und im freiverkäuflichen Bereich bis Ende Juni durchgehalten wurde.
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