Redcare Pharmacy Aktie: Short-Positionen um 23 Prozent reduziert

Redcare Pharmacy verzeichnet Rückgang der Leerverkäufe, während die Aktie unter die 20-Tage-Linie fällt und die Quartalszahlen gemischte Signale senden.

Die Kernpunkte:
  • Short-Interesse sinkt auf 77 Prozent
  • Aktie durchbricht wichtige 20-Tage-Linie
  • Umsatz steigt, Nettoverlust bleibt bestehen
  • Analysten uneins über Kursentwicklung

Redcare Pharmacy erlebte eine Woche voller Gegensätze. Die Shortseller ziehen sich zurück – ein positives Signal. Gleichzeitig durchbrach die Aktie ihre 20-Tage-Linie und beendete damit eine Erholungsrallye. Am Freitag schloss das Papier bei 44,52 Euro, ein Minus von 2,11 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf 33,75 Prozent.

Technische Signale trüben das Bild

Am 19. Mai rutschte die Aktie auf 47,60 Euro – unter die viel beachtete 20-Tage-Linie. Derzeit notiert der Kurs rund 2,5 Prozent unter diesem Durchschnitt. Noch ist der Bruch nicht endgültig. Aber die Aktie steckt in kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Abwärtstrends.

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Die Erholung von den März-Tiefs bei 31,00 Euro hatte zeitweise Schwung. Auf Sicht von 30 Tagen stand ein Plus von fast 17 Prozent. Das ist Geschichte. Der aktuelle Kurs liegt 65,11 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 127,60 Euro. Der RSI von 54,4 signalisiert neutrale Verfassung – weder überkauft noch überverkauft.

Shortseller auf dem Rückzug

Die bemerkenswerteste Entwicklung der Woche: Die Leerverkäufer fahren ihre Positionen zurück. Laut Bundesanzeiger ist das aggregierte Short-Interesse auf 77 Prozent des Höchststands gesunken. Zehn Akteure haben reduziert, zwei hielten ihre Positionen, nur einer stockte auf.

Ein geordneter Rückzug – kein panisches Covering. Seit den März-Tiefs trug der Rückgang der Short-Positionen um 23 Prozent zu einem Kursplus von 55 Prozent bei. Ob weitere Eindeckungen den Kurs stützen, bleibt offen. Immerhin: 44,52 Euro liegen 43,61 Prozent über dem 52-Wochen-Tief.

Q1: Umsatz sprudelt, Verlust bleibt

Die Quartalszahlen von Anfang Mai lieferten den fundamentalen Rahmen. Der Umsatz stieg um 18,4 Prozent auf 849,5 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA legte um 58 Prozent auf 14,4 Millionen Euro zu – die Marge verbesserte sich von 1,3 auf 1,7 Prozent.

Der Star: das Rezeptgeschäft. Die Rx-Erlöse wuchsen konzernweit um 36 Prozent, in Deutschland sogar um 55 Prozent. Der aktive Kundenstamm erreichte 14,2 Millionen – ein Plus von 1,1 Millionen. Die Wiederbestellrate liegt bei 90 Prozent.

Unterm Strich bleibt ein Minus. Der Nettoverlust von 10,5 Millionen Euro entspricht fast exakt dem Vorjahreswert von 10,8 Millionen Euro.

Ausblick: Margenpfad bleibt steil

Das Management bestätigte die Jahresziele: Umsatzwachstum von 13 bis 15 Prozent, deutsche Rx-Erlöse über 670 Millionen Euro, eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 2,5 Prozent. Das ist ambitioniert. Denn 2026 ist ein Investitionsjahr: Ein neues Logistikzentrum in Pilsen entsteht, der Standort Sevenum wird automatisiert. Das mittelfristige Margenziel wurde von über 8 auf mehr als 5 Prozent gesenkt – eine deutliche Korrektur.

Die Barmittel sanken von 203,5 auf 135,0 Millionen Euro, bedingt durch die Rückzahlung von 64,5 Millionen Euro aus Wandelanleihen.

Analysten uneins – Halbjahreszahlen als Test

Die Bewertung bleibt umstritten. Jefferies sieht die Aktie bei 150 Euro und bleibt bei „Kaufen“, gestützt auf E-Rezept-Wachstum und den Kundenstamm. UBS hingegen gibt nur ein Kursziel von 74 Euro und warnt vor einer Verlangsamung im OTC-Kerngeschäft. Die Mehrheitsmeinung: abwarten.

Das Halbjahresergebnis Ende Juli wird zeigen, ob die Marge auf Zielkurs bleibt. Bis dahin bewegt sich die Aktie zwischen Chart-Warnung und Shortseller-Entlastung. Zwei Kräfte – und keine dominiert eindeutig.

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