Redcare Pharmacy Aktie: Trübende Aussichten?

Redcare Pharmacy erzielt 2025 erstmals über eine Milliarde Euro im Rezeptgeschäft, doch das schwächelnde OTC-Segment und sinkende Margen belasten die Aktienbewertung.

Die Kernpunkte:
  • Rezeptumsatz übersteigt erstmals Milliardengrenze
  • OTC-Wachstum verlangsamt sich deutlich
  • EBITDA-Marge fällt im vierten Quartal
  • Aktienkurs auf historischem Tiefstand

Erstmals mehr als eine Milliarde Euro Rezeptumsatz — und trotzdem befindet sich die Aktie auf einem historischen Tiefstand. Redcare Pharmacy liefert operativ starke Zahlen für 2025, doch der Markt quittiert sie mit anhaltender Skepsis. Der Grund liegt im Detail.

Starkes Rx-Wachstum, schwaches OTC-Geschäft

Der Gesamtumsatz stieg 2025 um 24,1 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Treiber war das Rezeptgeschäft: Erstmals überschritt der Rx-Umsatz die Milliarden-Marke — ein Plus von 42,6 Prozent auf 1,07 Milliarden Euro. Allein in Deutschland verdoppelte sich der Rx-Umsatz nahezu auf 503 Millionen Euro, befeuert durch die beschleunigte Einführung des E-Rezepts.

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Das bereinigte EBITDA legte um 72 Prozent auf 57,4 Millionen Euro zu, die Marge verbesserte sich auf 2,0 Prozent. Im vierten Quartal fiel sie jedoch auf 1,6 Prozent zurück — nach 2,6 Prozent im zweiten und 2,4 Prozent im dritten Quartal.

Genau hier liegt das Problem: Das margenstarke OTC-Geschäft mit rezeptfreien Produkten verlor deutlich an Schwung. Das Wachstum in diesem Segment verlangsamte sich im vierten Quartal auf 9,3 Prozent, nach 19,7 Prozent zu Jahresbeginn. Der Quartalsumsatz verfehlte die Konsenserwartungen um rund neun Prozent. Die Kombination aus niedrigeren Marketingausgaben und einem insgesamt schwachen Marktumfeld belastete die Zahlen spürbar.

Regulatorischer Rückenwind und neue Kapazitäten

Für 2026 plant das Management ein Umsatzwachstum von 13 bis 15 Prozent, einen deutschen Rx-Umsatz von über 670 Millionen Euro sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 2,5 Prozent. Im OTC-Segment wird ein Wachstum von 8 bis 10 Prozent erwartet.

Zusätzlichen Schub könnte eine Regulierungsänderung bringen: Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat angekündigt, die feste Vergütung je E-Rezept auf möglicherweise 9,50 Euro anzuheben. Redcare betont, dass jeder zusätzliche Cent im Rx-Geschäft nahezu direkt auf das Ergebnis durchschlägt. Ergänzend hat der Bundesgerichtshof den Online-Markt für verschreibungspflichtige Medikamente weiter geöffnet.

Parallel baut das Unternehmen seine Logistikkapazitäten aus. Ein neues Fulfillment-Center im tschechischen Pilsen soll die jährliche Versandkapazität für OTC-Produkte um bis zu 15 Millionen Pakete erhöhen und durch kürzere Lieferwege die Kostenstruktur verbessern.

Erster Praxistest am 6. Mai

Die Aktie notiert aktuell rund 45 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts — ein Niveau, das die tiefe Skepsis der Anleger gegenüber der Gewinnentwicklung widerspiegelt. Am 6. Mai 2026 legt Redcare seine Zahlen für das erste Quartal vor. Dann zeigt sich erstmals, ob die Rx-Dynamik anhält, das OTC-Geschäft stabilisiert und die Margenprognose für 2026 auf Kurs ist.

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