Redcare Pharmacy Aktie: Verkaufsdruck hält an

Trotz deutlichem Umsatzwachstum 2025 notiert die Redcare-Aktie nahe ihrem Jahrestief. Die Schwäche im margenstarken Non-Rx-Geschäft belastet die Bewertung und treibt den Verkaufsdruck an.

Die Kernpunkte:
  • Umsatz 2025 wächst auf 2,9 Milliarden Euro
  • Kurs notiert rund 50 Prozent unter Jahreshoch
  • Non-Rx-Segment verfehlt Markterwartungen
  • Analysten-Kursziele zeigen extreme Spannweite

Die Redcare Pharmacy Aktie steht weiter massiv unter Druck. Trotz starker Umsatzzahlen für 2025 notiert der Titel nahe seinem 52-Wochen-Tief. Die Schere zwischen operativer Leistung und Börsenbewertung klafft immer weiter auseinander – ein Widerspruch, der Anleger ratlos zurücklässt.

Kursrutsch nach Q4-Update

Aktuell notiert die Aktie bei rund 59 Euro und damit knapp 50 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 144,40 Euro. Die Marktkapitalisierung ist auf etwa 1,2 Milliarden Euro geschrumpft. Allein im vergangenen Jahr verlor der Titel rund 48 Prozent an Wert.

Den jüngsten Schub nach unten erhielt die Aktie am 7. Januar 2026, als Redcare seine Q4-Umsatzzahlen vorlegte. An diesem Tag sackte der Kurs um etwa acht Prozent ab. Der Grund: Während die deutschen Rx-Umsätze (verschreibungspflichtige Medikamente) die Erwartungen übertrafen, enttäuschte das Non-Rx-Geschäft (rezeptfreie Produkte) deutlich.

Die Zahlen im Detail:

  • Gesamtumsatz Q4: 794 Mio. Euro (Vorjahr: 675 Mio. Euro)
  • Jahresumsatz 2025: 2,9 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,4 Mrd. Euro)
  • Deutsche Rx-Umsätze 2025: 503 Mio. Euro (+98% gegenüber 254 Mio. Euro in 2024)
  • Aktive Kunden: 13,9 Millionen
  • Net Promoter Score: 68

Non-Rx-Schwäche belastet Sentiment

Das Problem liegt im margenstarken Non-Rx-Segment. Hier wuchsen die Umsätze im vierten Quartal nur um neun Prozent auf 483 Millionen Euro – etwa drei Prozent unter den Konsensschätzungen. Da dieser Bereich den größeren Umsatzanteil ausmacht und zugleich höhere Margen abwirft als das Rx-Geschäft, reagierte der Markt nervös.

Redcare bestätigte zwar seine adjustierte EBITDA-Margenziel von 2 bis 2,5 Prozent für 2025. Doch die erste Prognose für 2026 wird das Unternehmen erst am 4. März zusammen mit dem vollständigen Jahresbericht vorlegen. Diese Unsicherheit drückt zusätzlich auf die Stimmung.

Analysten weiterhin gespalten

Die Einschätzungen der Experten fallen extrem unterschiedlich aus. Barclays senkte sein Kursziel Mitte Januar von 130 auf 110 Euro, hält aber an der Übergewichtung fest. Die Deutsche Bank zeigt sich mit einem Kursziel von 200 Euro deutlich optimistischer – das entspräche einem Aufwärtspotenzial von über 230 Prozent. UBS stufte die Aktie im November 2025 von Verkaufen auf Neutral hoch, sieht aber nur Spielraum bis 74 Euro.

Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei etwa 131,56 Euro. Entweder ist die Aktie damit massiv unterbewertet – oder die Erwartungen der Experten werden eine Korrektur erfahren.

Ausblick auf März

Am 4. März 2026 folgen die vollständigen Geschäftszahlen samt Ausblick für das laufende Jahr. Bis dahin dürfte das Sentiment fragil bleiben. Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von nur 0,43 erscheint die Bewertung auf den ersten Blick günstig. Doch solange die Unsicherheit über die Profitabilität im Non-Rx-Geschäft anhält, dürfte sich der Verkaufsdruck fortsetzen.

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