Redcare Pharmacy Aktie: Weg frei

Die Gesundheitsagentur gematik bestätigt mit neuen Spezifikationen den digitalen Prozess für Redcare Pharmacy. Das Unternehmen verzeichnet zudem ein starkes Wachstum im verschreibungspflichtigen Geschäft.

Die Kernpunkte:
  • Regulatorische Bestätigung für CardLink-Lösung
  • PoPP-Modul ersetzt künftig SMS-Verifizierung
  • Rx-Umsatz in Deutschland nahezu verdoppelt
  • Gesamtumsatz steigt auf 2,9 Milliarden Euro

Die deutsche Online-Apotheke Redcare Pharmacy erhält regulatorische Rückendeckung für ihre digitale E-Rezept-Strategie. Die Gesundheitsagentur gematik hat Spezifikationen veröffentlicht, die den Fortbestand der CardLink-Lösung unterstützen – ein wichtiger Baustein für das Geschäftsmodell des Unternehmens.

Gematik bestätigt digitalen Prozess

Am 26. Januar veröffentlichte gematik den Entwurf für das sogenannte PoPP-Modul (Proof of Patient Presence). Diese Spezifikationen sehen einen nahtlosen digitalen Ablauf für die Einlösung von E-Rezepten über die Shop Apotheke App vor. Die Kommentierungsfrist läuft bis zum 9. Februar.

Das neue Modul soll den bisherigen VSDM++-Prozess zur Patientenkarten-Verifizierung ersetzen. Laut Redcare entfällt künftig die Notwendigkeit einer SMS-Verifizierung über Mobilfunknummern, während die Überprüfung der elektronischen Gesundheitskarte und des Versichertenstatus ohne PIN-Eingabe erhalten bleibt.

Der offizielle Rollout von PoPP Stufe 2 ist für Ende 2026 geplant. Redcare hat Zeit: Die bestehende CardLink-Lizenz gilt noch bis zum 31. Januar 2027. Die finalen Spezifikationen werden im ersten Quartal 2026 erwartet, danach folgen technische Umsetzung und behördliche Genehmigungen.

Starkes Wachstum im Rx-Geschäft

Die regulatorischen Fortschritte kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Redcare sein Kerngeschäft massiv ausbaut. Die vorläufigen Zahlen für 2025, die das Unternehmen am 7. Januar vorlegte, zeigen beeindruckendes Wachstum:

  • Gesamtumsatz 2025: 2,9 Milliarden Euro (+24%)
  • Rx-Umsatz Deutschland: 503 Millionen Euro (+98%)
  • Aktive Kunden: 13,9 Millionen (+1,4 Millionen)

Besonders das verschreibungspflichtige Geschäft in Deutschland hat sich nahezu verdoppelt. Im vierten Quartal allein erzielte Redcare 155 Millionen Euro Rx-Umsatz, ein Plus von 60 Prozent zum Vorjahr.

Die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) steuerte im Gesamtjahr 2,4 Milliarden Euro bei, das internationale Segment 540 Millionen Euro. Beide Bereiche legten jeweils knapp 24 Prozent zu.

Nicht-Rx-Geschäft schwächelt

Trotz der starken Rx-Performance zeigte sich nach der Zahlenvorlage Schwäche im Aktienkurs. Der Grund: Das Nicht-Rx-Geschäft wuchs im vierten Quartal nur um 9 Prozent und blieb damit hinter den Erwartungen zurück. In einigen Märkten zeigte sich eine gedämpfte Nachfrage bei frei verkäuflichen Produkten.

Am 4. März folgt der vollständige Geschäftsbericht 2025, am 15. April findet die Hauptversammlung statt. Die nächste Zwischenmitteilung für das erste Quartal 2026 ist für den 6. Mai terminiert.

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