Redcare Pharmacy: TI 2.0 mit HSM-B gestartet
Redcare Pharmacy integriert als erste Apotheke die TI-2.0-Technologie und beschleunigt so die E-Rezept-Verarbeitung. Das starke Q1-Wachstum stützt die Jahresziele.

- Pionierrolle bei digitaler TI-Integration
- Umsatzplus von 18 Prozent im ersten Quartal
- Neue Aufsichtsratsmitglieder gewählt
- Aktie erholt sich vom Jahrestief
Redcare Pharmacy hat als erste Apotheke eine neue Zugangslösung für die Telematikinfrastruktur (TI) integriert. Der Schritt soll die Verarbeitung von E-Rezepten beschleunigen — und kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktie nach einem schwierigen Jahr Boden gutmacht.
Digitale Identität statt physischer Karte
Das Unternehmen setzt dabei auf HSM-B-Technologie, entwickelt gemeinsam mit den Partnern ehex und D-Trust, einer Tochter der Bundesdruckerei. Die neue Lösung ersetzt die bisher vorgeschriebenen physischen Institutionskarten durch eine vollständig digitale Identität im TI-Gateway.
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Das Ziel: kürzere Wartezeiten beim CardLink-Einlöseprozess. Sobald ein Rezept per Smartphone gescannt wird, läuft die Kommunikation mit den gematik-Servern effizienter ab. Das Management erwartet außerdem eine schlankere Kostenstruktur durch die höhere Skalierbarkeit der Technologie.
Starkes Quartalswachstum stützt die Erwartungen
Operativ läuft es für Redcare derzeit gut. Im ersten Quartal 2026 erzielte das Unternehmen einen Konzernumsatz von 848 Millionen Euro — ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Rx-Segment wuchs dabei um 35 Prozent, das Non-Rx-Geschäft in Deutschland erholte sich auf rund 10 Prozent Wachstum.
Diese Zahlen liegen am oberen Ende der Jahresprognose. Redcare peilt für 2026 ein Umsatzwachstum zwischen 13 und 15 Prozent sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 2,5 Prozent an. Jefferies-Analyst Martin Comtesse bestätigte Anfang April sein Kaufvotum mit einem Kursziel von 150 Euro.
Aufsichtsrat neu aufgestellt
Parallel dazu hat die Hauptversammlung am 15. April drei neue Aufsichtsratsmitglieder gewählt: Anja Hendel, Max Müller und Peter Schmid von Linstow. Der Aufsichtsrat besteht nun aus Michael Köhler als Vorsitzendem, Schmid von Linstow als Stellvertreter sowie Stephan Weber, Hendel und Müller.
Die Neuaufstellung folgt auf den strategischen Neustart nach dem Geschäftsjahr 2025. Mittelfristig strebt Redcare eine bereinigte EBITDA-Marge von über 5 Prozent an — durch Automatisierung und den Ausbau margenstarker Geschäftsfelder wie dem Marktplatz.
Die Aktie notiert aktuell bei 52,35 Euro und hat sich vom Jahrestief bei 31 Euro deutlich erholt. Auf Jahressicht liegt sie allerdings noch rund 58 Prozent im Minus — das Jefferies-Kursziel von 150 Euro liegt in einer anderen Welt.
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