Regeneron Aktie: Gewinn je Anteil hat 70 % draufgelegt

Umsatz und bereinigter Gewinn übertrafen die Erwartungen; Eylea-Schwäche und höhere Forschungskosten bleiben Gegenpunkte.

Die Kernpunkte:
  • Quartalsumsatz steigt um 36 Prozent
  • Bereinigter Gewinn je Aktie plus 70 Prozent
  • US-Eylea-Umsatz fällt um 41 Prozent
  • Sanofi-Erweiterung bringt mögliche Meilensteinzahlungen

Regeneron baut heute seine Kursgewinne nach überraschend starken Quartalszahlen aus. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um 70%; höhere Erlöse aus der Zusammenarbeit mit Sanofi stützten das Ergebnis. Die Aktie legt inzwischen um 7,8% zu. Damit gewinnt die positive Reaktion auf die Zahlen im Tagesverlauf weiter an Stärke.

Entscheidend ist dabei das Gegengewicht zum schwächeren Geschäft mit Eylea in den USA: Die Kooperationserlöse und das Wachstum anderer Produkte gleichen dessen Belastung auf Konzernebene aus. Die Entwicklung fällt allerdings nicht über alle Produkte hinweg positiv aus.

Gewinnsprung trotz schwächerer Eylea-Verkäufe

Regeneron meldete für das dritte Quartal 2026 einen Umsatzanstieg um 36% auf 5,1 Milliarden $. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 20,07 $. Umsatz und Ergebnis übertrafen die Erwartungen.

Der starke Konzernabschluss verdeckt damit eine gegenläufige Entwicklung im Produktgeschäft. Für Anleger bleibt wichtig, welche Präparate wachsen und wo Erlöse wegbrechen.

Die US-Umsätze mit Eylea sanken um 41% auf 400 Millionen $. EYLEA HD entwickelte sich dagegen deutlich besser und erzielte dort 699 Millionen $ Umsatz.

Auch außerhalb dieses Geschäfts meldete Regeneron Wachstum. Dabei müssen Anleger die von Sanofi verbuchten Produktumsätze von Regenerons eigenen Konzernerlösen unterscheiden.

Die weltweiten Dupixent-Nettoumsätze, die Sanofi verbucht, stiegen um 35% auf 6,5 Milliarden $. Diese Zahl ist deshalb nicht mit einem entsprechenden Umsatzbeitrag bei Regeneron gleichzusetzen.

Sanofi-Ausbau bringt zusätzlichen Erlösanker

Die heute bekannt gegebene Erweiterung der Sanofi-Zusammenarbeit reicht über das abgeschlossene Quartal hinaus. Beide Unternehmen nehmen lang wirksame Immunologie-Antikörper der nächsten Generation in ihre Kooperation auf.

Regeneron wird eine Vorabzahlung von 1,0 Milliarde $ im vierten Quartal 2026 als Kooperationserlös erfassen. Zusätzlich sind künftig Meilensteinzahlungen von bis zu 7,0 Milliarden $ möglich.

Die Unterscheidung ist für die Bewertung wesentlich: Die Vorabzahlung ist zur Erfassung vorgesehen. Die weiteren Meilensteine stellen dagegen mögliche künftige Zahlungen dar und sind keine bereits gesicherten Erlöse. Zudem gehört die Vorabzahlung nicht zum heute gemeldeten Quartalsergebnis.

Höhere Forschungsausgaben, niedrigere Verwaltungskosten

Parallel zum starken Abschluss verändert Regeneron seine Kostenplanung. Das Unternehmen hebt die Prognose für die bereinigten Forschungs- und Entwicklungsausgaben 2026 auf 6,05–6,15 Milliarden $ an.

Damit steht dem kräftigen Ergebniswachstum ein höher geplanter Forschungsaufwand gegenüber. Bei Vertrieb und Verwaltung schlägt die aktualisierte Planung hingegen die entgegengesetzte Richtung ein.

Die Prognose für die bereinigten Vertriebs- und Verwaltungsausgaben sinkt auf 2,4–2,5 Milliarden $. Regeneron setzt damit unterschiedliche Akzente innerhalb seiner Kostenbasis.

Der weitere Kursanstieg folgt somit einem Abschluss mit klaren Stärken, aber auch erkennbaren Belastungen. Das über den Erwartungen liegende Ergebnis und die ausgebaute Sanofi-Kooperation liefern die positiven Impulse. Der Rückgang bei Eylea und die höhere Forschungsplanung bleiben die wesentlichen Gegenpunkte.

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