Rekordgewinn bei Talanx

Der Versicherungskonzern Talanx aus Hannover vermeldete auch dank seiner ertragreichen Tochter Hannover Rück einen Rekordgewinn für 2016.

Weniger Großschäden und bessere steuerliche Einmaleffekte waren in 2016 weiterhin dafür verantwortlich, dass Talanx das Ergebnis steigern konnte. Zudem legte das Kapitalanlage-Ergebnis allein im vierten Quartal um mehr als 10 % zu. Unter dem Strich stand am Ende ein Überschuss von 907 Mio. Euro, wie der Konzern mit seinen Marken HDI und Neue Leben mitteilte. Das sind 24 % mehr als noch ein Jahr zuvor. Allerdings war das Ergebnis in 2015 auch von einer Firmenwertabschreibung in Höhe von 155 Mio. Euro belastet worden.

Gewinn soll 2017 bei Talanx weiter zulegen

Das Ebit belief sich 2016 auf 2,30 Mrd. Euro nach noch einer Summe von 2,18 Mrd. Euro im Jahr zuvor. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote der Schaden-Erst- und -Rückversicherung verbesserte sich 2016 auf 95,7 von 96,0 % (je niedriger diese Quote, desto profitabler arbeitet eine Versicherung).

Wie von Unternehmensseite bereits im Februar vermeldet wurde, soll der Gewinn 2017 rund 800 Mio. Euro erreichen. Auf Basis konstanter Wechselkurse sollen die Bruttoprämien um mehr als 1,0 % steigen.

Dividendenerhöhung auch in 2017

Außerdem will Talanx seine Aktionäre auch weiterhin belohnen und für das Geschäftsjahr 2017 einen Anteil von 35 bis 45 % des Konzernergebnisses als Dividende auszuschütten. Für 2016 soll diese, wie im Februar bereits anvisiert, um 5 Cent auf 1,35 Euro je Aktie steigen.

"Das sehr gute Konzernergebnis haben wir in einem für alle Geschäftsbereiche weiterhin herausfordernden Marktumfeld erzielt", sagte Vorstandschef Herbert K. Haas. Alle Geschäftsbereiche hätten die Ergebniserwartungen übertroffen und somit zum bisher besten Konzernergebnis in der Firmengeschichte beigetragen. Die gebuchten Bruttoprämien sanken im Gesamtjahr um 2,2 % auf 31,11 Mrd. Euro, im vierten Quartal fiel der Rückgang mit 1,2 % auf 7,36 Mrd. Euro etwas geringer aus. Das Kapitalanlage-Ergebnis legte 2016 um 2,3 % auf 4,02 Mrd. Euro zu. Die Kapitalanlagerendite stagnierte bei 3,6 %, in Zeiten historisch äußerst niedriger Zinsen, wie der Konzern anmerkte.

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