Relx: 66 Millionen Aktien seit Januar gekauft
Relx setzt auf massive Aktienrückkäufe und KI-Integration, um Kursverluste auszugleichen und Wachstum zu sichern.

- 2,25 Milliarden Pfund für Aktienrückkäufe
- Rechtssparte treibt zweistelliges Wachstum
- KI-Datenbanken als strategischer Vorteil
- Halbjahreszahlen im Juli 2026 erwartet
Relx trotzt dem schwachen Marktumfeld. Während der britische Leitindex FTSE 100 unter Druck gerät, stabilisiert der Informationsdienstleister seinen Kurs durch massive Aktienrückkäufe.
Rückkaufprogramm stützt den Kurs
Der Konzern investiert im laufenden Jahr insgesamt 2,25 Milliarden Pfund in eigene Papiere. Allein zwischen dem 15. und 19. Juni erwarb das Unternehmen knapp drei Millionen Aktien.
Seit Januar summiert sich das Volumen damit auf über 66 Millionen Anteile. Diese massiven Käufe wirken wie ein technischer Boden für den Aktienkurs.
Aktuell notiert das Papier bei 27,50 Euro. Das entspricht einem leichten Plus von 0,22 Prozent gegenüber dem Vortag.
Operativ setzt Relx den Wachstumskurs fort. Im Geschäftsjahr 2025 stieg der Umsatz organisch um sieben Prozent auf 9,59 Milliarden Pfund.
Der bereinigte operative Gewinn kletterte im gleichen Schritt um neun Prozent auf 3,34 Milliarden Pfund. Besonders die Rechtssparte treibt die Entwicklung voran.
KI als strategischer Hebel
Sie verzeichnete im ersten Quartal 2026 zweistellige Zuwachsraten. Parallel dazu rückt die Integration künstlicher Intelligenz in den Fokus.
Relx verfügt über exklusive Datenbanken, etwa im Bereich der US-Kfz-Versicherungen. Marktbeobachter werten diese proprietären Daten als Schutzschild gegen generische KI-Modelle.
Die Bank of America bezeichnet das Unternehmen sogar als unterschätzten Profiteur des KI-Booms. Allerdings spiegelt der Markt diese Chancen bisher nicht voll wider.
Seit Jahresbeginn verlor die Aktie knapp 20 Prozent an Wert. Die Volatilität bleibt mit annualisierten 34 Prozent auf einem hohen Niveau.
Nächster wichtiger Termin ist die Veröffentlichung der Halbjahreszahlen im Juli 2026. Dann muss der Vorstand beweisen, ob er das Gewinnwachstum der Vorperiode halten kann.
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