Relx Aktie: 100-Millionen-Rückkauf bis 21. Juli
Relx startet 100-Millionen-Pfund-Rückkaufprogramm, während der Aktienkurs nachgibt. KI-gestütztes Rechtsgeschäft treibt operative Entwicklung.

- Neue Rückkauf-Tranche über 100 Mio. Pfund
- Aktienkurs fällt um 2,38 Prozent
- KI-Segment Rechtswesen wächst deutlich
- Analysten bewerten Aktie als Kauf
Relx setzt auf massive Aktienrückkäufe, um den Kurs zu stützen. Während das Papier am Donnerstag um 2,38 Prozent auf 27,04 Euro nachgibt, startet der Informationsdienstleister die nächste Phase seines Kapitalrückführungsprogramms. Das Management reagiert damit auf die anhaltende Kursschwäche seit Jahresbeginn.
Seit dem 1. Juli läuft eine neue Tranche über 100 Millionen Pfund. Diese Phase soll bis zum 21. Juli abgeschlossen sein. Sie bildet nur einen kleinen Teil des geplanten Gesamtvolumens für das aktuelle Jahr.
Für das Geschäftsjahr 2026 hat Relx Rückkäufe von insgesamt 2,25 Milliarden Pfund autorisiert. Parallel dazu zeigt die bisherige Bilanz eine hohe Schlagzahl. Seit Anfang Januar hat das Unternehmen bereits rund 69,2 Millionen eigene Anteile erworben. Dies entspricht knapp vier Prozent des gesamten Bestands.
Fokus auf KI im Rechtswesen
Operativ setzt CEO Erik Engstrom konsequent auf Künstliche Intelligenz. Vor allem die Rechtssparte erweist sich dabei als Wachstumsmotor. Das Segment steigerte seinen Umsatz zuletzt um neun Prozent auf 1,81 Milliarden Pfund. Der operative Gewinn legte derweil um 12 Prozent zu.
Analysten bewerten die Entwicklung positiv. Sowohl Goldman Sachs als auch die Deutsche Bank stufen das Papier als Kauf ein. Goldman Sachs sieht das Kursziel bei 3.100 Pence.
Skepsis bei Software-Werten
Das Marktumfeld bleibt jedoch herausfordernd. Laut einer Umfrage von Robocap befürchten 84 Prozent der Profi-Anleger eine Blasenbildung bei KI-Software. Relx versucht, sich durch praktische Anwendungen in der Rechts- und Wissenschaftssparte von diesem Trend abzuheben.
Technisch nähert sich das Papier nach den Verlusten der letzten Wochen der überverkauften Zone. Ende Juli 2026 legt der Konzern seinen Bericht zum ersten Halbjahr vor. Die Ergebnisse werden zeigen, ob die Profitabilität im Rechtssektor die allgemeine Marktvolatilität ausgleichen kann.
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