Renault: Produktion in Spanien gestoppt
Renault legt Expansionspläne in Spanien auf Eis. Die Aktie fällt deutlich. Ein Mitarbeiter-Aktienprogramm soll die Belegschaftsquote erhöhen.

- Aus für spanische Produktionsausbaupläne
- Aktie verliert über sieben Prozent
- Mitarbeiter-Aktienprogramm in fünfter Runde
- Fokus auf Halbjahreszahlen im Juli
Renault muss seine Expansionspläne in Spanien vorerst begraben. Nach gescheiterten Verhandlungen mit den Gewerkschaften ruhen wichtige Projekte in den Werken Palencia und Valladolid. An der Börse löst die Nachricht am Freitag einen deutlichen Kurssturz aus.
Stillstand in Palencia und Valladolid
Die Gespräche mit der Gewerkschaft CCOO endeten ohne Ergebnis. Damit stehen die Pläne für drei neue Elektro- und Hybridmodelle ab 2028 auf der Kippe. Parallel dazu wackelt die Montage von zwei weiteren Hybridfahrzeugen.
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Rund 6.000 Arbeitsplätze hängen direkt an diesen Investitionen. Das Management droht nun mit einer Reduzierung der Kapazitäten. Garantien für die bestehende Belegschaft lehnt die Konzernführung derzeit ab.
Belegschaft soll Anteil vergrößern
Abseits der Fabrikhallen treibt Renault die Beteiligung der Mitarbeiter voran. Das globale Aktienprogramm geht in die fünfte Runde. Das Ziel: Die Belegschaft soll künftig zehn Prozent der Firmenanteile halten.
Ende 2025 lag dieser Wert bei 6,12 Prozent. Rund 100.000 Angestellte in 24 Ländern können nun Aktien zum Vorzugspreis von 21,55 Euro erwerben. Das entspricht einem Abschlag von 30 Prozent gegenüber dem Referenzkurs von 30,78 Euro. Die Zeichnungsfrist läuft in der zweiten Maihälfte.
Kursrutsch am Freitag
Die Börse reagiert empfindlich auf die Unsicherheit in Spanien. Das Papier verliert im Tagesverlauf über sieben Prozent an Wert und notiert bei 28,44 Euro. Damit rückt das 52-Wochen-Tief von 27,51 Euro wieder in gefährliche Nähe.
Analysten blicken derweil auf die Ziele für das Geschäftsjahr 2025. Renault peilt eine operative Marge von etwa 6,5 Prozent an. Der freie Cashflow soll zwischen einer und 1,5 Milliarden Euro liegen.
In Frankreich sank die Zahl der Neuzulassungen im April um über fünf Prozent auf rund 45.000 Einheiten. Im dritten Quartal des Vorjahres entfielen bereits 44 Prozent der Verkäufe auf Elektrofahrzeuge. Der Fokus liegt nun auf dem 10. Juli. Dann veröffentlicht der Konzern die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2026.
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