Renditestarke Alternative zur Bayer-Aktie

Die geplante Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto ist aus Sicht der meisten Bayer-Aktionäre zu teuer. Deshalb hat der Anteilschein des Pharma- und Chemiekonzerns im Mai deutlich an Wert verloren. Risikofreudige Anleger ordern nun einen Stay-High-Optionsschein auf den DAX-Titel.

© Bayer
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Für den US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer 62 Milliarden Dollar beziehungsweise 122 Dollar je Aktie zahlen. 56 Prozent der vom US-Analysehaus Bernstein befragten Aktionäre sind der Meinung, dass dieser Kaufpreis zu hoch ist. Dennoch will Vorstandschef Werner Baumann die Übernahme durchziehen und hat deshalb bereits die notwendige Finanzierung gesichert.

Wo Bayer Geld herbekommen wird

Fünf ausländische Banken (Credit Suisse, Bank of America Merrill Lynch, Goldman Sachs, HSBC und JPMorgan) werden dem Leverkusener Konzern Kredite in Höhe von insgesamt 60 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Bei Bedarf kann das Kreditvolumen auf 75 Milliarden Euro erhöht werden.

Außerdem will Bayer eine Kapitalerhöhung mit einem Volumen von 15 Milliarden Euro durchführen. Vor diesem Hintergrund verfügt Baumann über einen ausreichenden finanziellen Spielraum, um das Gebot für Monsanto anzuheben. Sollte er das tun, wären übrigens 69 Prozent der befragten Aktionäre gegen den Zukauf.

Hoher Kaufpreis und unterschiedliche Unternehmenskulturen

Die aktuelle Offerte von Bayer entspricht dem 15,8-fachen EBITDA, das Monsanto in den letzten zwölf Monaten bis zum 29. Februar 2016 erzielt hat. Das ist bereits ein ziemlich hoher Multiple. Trotzdem dürfte Konzernchef Baumann das Angebot für den US-Saatgutspezialisten nachbessern. Die Analysten des Bankhauses Lampe gehen davon aus, dass er letztlich 140 Dollar je Aktie bieten wird.

Neben dem hohen Kaufpreis sprechen auch die unterschiedlichen Unternehmenskulturen gegen den geplanten Zukauf. Des Weiteren ist das Image von Monsanto schlecht – unter anderem, weil der US-Konzern das Pestizid Roundup produziert, dessen Inhaltsstoff Glyphosat unter Verdacht steht, Krebs zu erzeugen. Der geplante Megadeal birgt also große Risiken und deshalb hat die Bayer-Aktie im Mai deutlich an Wert verloren.

Lukrativer Stay-High-Optionsschein

Aus Anlegersicht interessant sind die jüngsten Insiderkäufe bei Bayer: Werner Baumann, drei weitere Vorstandsmitglieder und ein Aufsichtsratsmitglied haben am 23. und 24. Mai 2016 insgesamt mehr als 1,7 Millionen Euro in Bayer-Aktien investiert. Offensichtlich sind sie davon überzeugt, dass der Anteilschein des Pharma- und Chemiegiganten zu stark abgestraft worden ist.

Stayhigh-06-06-16

Unabhängig davon ist der DAX-Titel derzeit charttechnisch angeschlagen und deshalb nicht kaufenswert. Zugreifen können risikofreudige Anleger jedoch bei einem vom französischen Bankkonzern Société Générale emittierten Stay-High-Optionsschein (WKN: SE1MT8) auf die Bayer-Aktie. Damit lässt sich bis zum 23. September 2016 eine Rendite von rund 68 Prozent (Stand: 06.06.2016) erzielen, wenn der Kurs des Basiswertes während der Laufzeit nie die 80-Euro-Marke erreicht.

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