Renk: 188 Getriebe für Puma bis 2030
Die Investmentbank Jefferies hebt das Kursziel für den Rüstungskonzern Renk an und sieht im Segment Landverteidigung nach Kursrückgängen das attraktivste Chancen-Risiko-Profil.

- Kurszielerhöhung von 75 auf 78 Euro
- Rekordauftragsbestand von 6,68 Milliarden Euro
- Embargo gegen Israel gefährdet Umsätze
- Aktie legt nach Analystenkommentar zu
Rund 38 Prozent unter dem Jahreshoch vom Oktober 2025 — und trotzdem empfiehlt Jefferies die Renk-Aktie mit erhöhtem Kursziel. Die Investmentbank sieht Landverteidigungstitel nach der scharfen Kurskorrektur als das attraktivste Segment im Rüstungssektor.
Analystin Chloe Lemarie hob das Kursziel am 21. April von 75 auf 78 Euro an und bestätigte die Kaufempfehlung. Ihre Begründung: Die Öffnung der Straße von Hormus verschaffe zivilen Luftfahrttiteln zwar Erleichterung, doch die Lage bleibe volatil. Unternehmen aus dem Bereich Ersatzteile und Nachrüstung seien nun mit mehr Vorsicht zu betrachten. Landverteidigung hingegen biete nach den Kursrückgängen das beste Chance-Risiko-Profil.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Renk?
Rekordauftragsbestand stützt die These
Das Fundament für diese Einschätzung ist konkret: Renk weist einen Rekord-Orderbacklog von 6,68 Milliarden Euro aus. Jefferies hebt hervor, dass die Skaleneffekte der gesteigerten Produktion zunehmend in den Zahlen sichtbar werden. Das wachsende Service- und Ersatzteilgeschäft sorgt zusätzlich für planbare Erträge.
Für 2026 peilt Renk einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro an, das bereinigte operative Ergebnis soll zwischen 255 und 285 Millionen Euro liegen. Ein Beispiel für die laufende Auftragsdynamik liefert das Puma-Programm der Bundeswehr: Renk liefert 188 Getriebe für das 800-kW-Antriebssystem, Auslieferung zwischen Juni 2027 und November 2030. Im zweiten Quartal 2026 wird zudem die Beauftragung von 213 Sätzen Seitenvorgelegen erwartet.
Embargo und verschobene Umsätze als Gegengewicht
Das positive Bild hat Risse. Das Rüstungsembargo der Bundesregierung gegen Israel gefährdet Umsätze von 80 bis 100 Millionen Euro — Renk liefert Getriebe für Merkava- und Namer-Panzer. Hinzu kommt, dass rund 200 Millionen Euro Umsatz ins erste Halbjahr 2026 verschoben wurden. Die Produktion ist ausgelastet, die Verbuchung der Erlöse erfolgt zeitversetzt — ein klassisches Problem wachsender Industrieunternehmen, das kurzfristig auf die Ergebnisentwicklung drückt.
Die Aktie notiert aktuell bei 55,28 Euro, rund 18 Prozent über dem Jahrestief vom 27. März. Seit Jahresbeginn ist der Kurs nahezu unverändert, liegt aber knapp unter dem 200-Tage-Durchschnitt von rund 61 Euro — ein technisches Niveau, das bei einer Fortsetzung der Erholung als nächste Hürde gilt. In Reaktion auf die Jefferies-Studie legte der Titel um mehr als drei Prozent zu.
Renk-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Renk-Analyse vom 23. April liefert die Antwort:
Die neusten Renk-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Renk-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Renk: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




