Renk: 6 Milliarden Euro Auftragsbestand

Renk meldet Rekordquartal mit über 500 Mio. Euro Auftragseingang, während die Bundesregierung Lieferungen nach Israel blockiert.

Die Kernpunkte:
  • Auftragseingang übertrifft Markterwartungen
  • Exportstopp für Panzergetriebe nach Israel
  • Ausbau der US-Produktion geplant
  • Analysten sehen Kurspotenzial

Mehr als 500 Millionen Euro Auftragseingang in einem einzigen Quartal — Renk hat die Markterwartungen klar übertroffen. Der Auftragsbestand des Augsburger Getriebesspezialisten kletterte auf über 6 Milliarden Euro. Ein neues Rekordniveau, während gleichzeitig die Bundesregierung Lieferungen für ein wichtiges Kundenprojekt blockiert.

Zahlen, die überzeugen

Der Marktkonsens hatte für Q1 2026 zwischen 400 und 500 Millionen Euro erwartet. Renk lieferte mehr. Das passt zum starken Geschäftsjahr 2025: Das bereinigte Ergebnis stieg um 22 Prozent auf 230 Millionen Euro, der Nettogewinn verdoppelte sich.

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Die Dividende soll um 38 Prozent auf 0,58 Euro je Aktie steigen. Darüber stimmt die Hauptversammlung am 10. Juni 2026 ab.

Exportbeschränkungen als Störfaktor

Die Bundesregierung blockiert aktuell Getriebelieferungen für Panzerprojekte in Israel. Schätzungen zufolge entgehen Renk dadurch jährlich 80 bis 100 Millionen Euro an möglichen Umsätzen. Kein kleiner Posten.

Als Antwort baut das Unternehmen seine internationale Produktion aus. Bis 2030 fließen rund 150 Millionen US-Dollar in den US-Standort Muskegon, Michigan. Parallel steigt die Kapazität im Stammwerk Augsburg bis Ende 2026 auf 800 Getriebe pro Jahr — mehr als das Zweieinhalbfache des Vorkriegsniveaus.

Analysten bleiben optimistisch

Das Branchenumfeld stützt Renk. Weltweite Militärausgaben erreichten 2025 einen Rekordwert von fast 2,9 Billionen US-Dollar. Jefferies bewertet die Aktie mit „Buy“ und einem Kursziel von 78 Euro, J.P. Morgan mit „Overweight“ und 75 Euro. Die Deutsche Bank setzt den fairen Wert bei 73 Euro an.

Die Aktie notiert bei rund 54,50 Euro und damit knapp 39 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 88,73 Euro. Der RSI liegt bei 73 — technisch im überkauften Bereich, was auf kurzfristigen Gegenwind hindeuten kann.

Am 6. Mai 2026 legt Renk die vollständige Quartalsmitteilung vor. Für das Gesamtjahr 2026 rechnen Analysten mit einem Gewinn je Aktie von 1,71 Euro.

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