Renk Aktie: 24 Prozent Minus in 30 Tagen

Der Stopp des Fregattenprogramms F126 belastet die gesamte Rüstungsbranche. Renk verzeichnet einen massiven Kursrutsch und ein neues Jahrestief.

Die Kernpunkte:
  • Bundeswehr stoppt Fregatten-Ausbau
  • Renk Kurs fällt auf Jahrestief
  • Rheinmetall verliert über 20 Prozent
  • Pre-Close Call am 16. Juli

Die Bundeswehr zieht beim Fregattenprogramm F126 den Stecker. Die Folge: Ein Schock für die deutsche Rüstungsindustrie. Auch die Papiere der Renk Group geraten massiv unter die Räder.

Marine-Großprojekt fällt aus

Der gestoppte Ausbau der Marine trifft die Zulieferer hart. Branchenkreise melden bereits erste konkrete Auftragsverluste. Der Sensorikspezialist Hensoldt verliert ein sicher geglaubtes Radar-Projekt im Wert von rund 200 Millionen Euro.

Das reißt den gesamten Sektor nach unten. Branchenprimus Rheinmetall verlor innerhalb von nur fünf Handelstagen mehr als 20 Prozent an Wert. Investoren ziehen ihr Kapital aus Rüstungswerten ab. Sie rotieren in andere Anlageklassen wie Gold.

Abwärtssog drückt Kurs auf Jahrestief

Renk fertigt Spezialgetriebe für maritime Großprojekte. Entsprechend nervös reagiert der Markt auf die Unsicherheit bei der Marine. Die Aktie stürzte in den vergangenen 30 Tagen um über 24 Prozent ab. Am Donnerstag markierte der Kurs bei 40,41 Euro ein neues 52-Wochen-Tief.

Bis zum Freitagsschluss erholte sich das Papier leicht auf 42,72 Euro. Der übergeordnete Abwärtstrend bleibt jedoch intakt. Der Abstand zur wichtigen 200-Tage-Linie beträgt aktuell fast 25 Prozent.

Schwache Konjunktur bremst zusätzlich

Makroökonomische Faktoren verschärfen die Lage. Das Bundeswirtschaftsministerium rechnet für das zweite Quartal lediglich mit einer Stagnation der deutschen Wirtschaft. Hohe Energiepreise und sinkende Auftragseingänge belasten die industrielle Produktion.

Technische Indikatoren signalisieren mittlerweile eine leicht überverkaufte Situation. Die Volatilität bleibt jedoch mit 53 Prozent extrem hoch. Neue Fakten liefert das Management am 16. Juli. Dann findet der Pre-Close Call statt. Dort muss der Vorstand die finanziellen Folgen der gestoppten Marineprojekte konkret beziffern.

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