Renk Aktie: 3,36 Prozent Minus auf 47,20 Euro

Renk-Aktie verliert trotz guter Unternehmenszahlen durch branchenweiten Ausverkauf im Verteidigungssektor.

Die Kernpunkte:
  • Kursrückgang ohne unternehmenseigene Gründe
  • Spekulationen auf Iran-Konflikt-Ende belasten
  • Messeauftritt in Paris als Hoffnungsträger
  • Charttechnisch droht Test des Jahrestiefs

Keine Gewinnwarnung, kein geplatzter Auftrag. Trotzdem verlor die Renk Aktie am Freitag spürbar an Wert. Der Schlusskurs fiel um 3,36 Prozent auf 47,20 Euro. Der Grund liegt nicht im Unternehmen selbst. Vielmehr trennen sich Anleger derzeit europaweit von Rüstungswerten.

Rüstungswerte unter Druck

Medienberichten zufolge spekulieren Marktteilnehmer auf ein baldiges Ende des Iran-Konflikts, was die Kurse im gesamten Verteidigungssektor spürbar drückt. Auch Konkurrenten wie Hensoldt oder TKMS gaben nach. Für Renk kommt dieser Rücksetzer zur Unzeit.

Das Papier handelt ohnehin weit unter den alten Rekordmarken. Seit Jahresanfang steht ein Minus von rund 14 Prozent auf der Kurstafel. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 88,73 Euro beträgt mittlerweile fast 47 Prozent.

Die Charttechnik liefert wenig Trost. Der Kurs liegt klar unter der 50-Tage-Linie bei 51,51 Euro. Auch der wichtige 200-Tage-Durchschnitt verläuft in weiter Ferne. Ein Test des Jahrestiefs rückt damit spürbar näher.

Messeauftritt in Paris

Operative Hiobsbotschaften gibt es indes nicht. Die Hauptversammlung hat kürzlich eine reguläre Dividende von 0,58 Euro je Aktie beschlossen. Dieser Kalendereffekt ist nun abgehakt. Ab Montag blickt der Markt nach Paris. Dort startet die Rüstungsmesse Eurosatory.

Renk präsentiert dort neue Antriebstechnologien und Fahrwerkslösungen, wobei das neue Getriebe ESM 280 im Mittelpunkt steht. Damit betritt der Konzern den Markt für mittlere bis schwere gepanzerte Radfahrzeuge. Bisher lag der Schwerpunkt auf Kettenfahrzeugen.

Die Messe bietet Renk die Chance auf neue Aufträge in diesem erweiterten Segment. Gelingt es dem Management, hier konkrete Nachfrageimpulse zu setzen, könnte das den Kurs stabilisieren. Fällt die Aktie jedoch unter die Unterstützung bei 42,12 Euro, droht ein weiterer Abverkauf.

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