Renk Aktie: 42,54 Euro nahe 52-Wochen-Tief
Trotz Rekordaufträgen und positiver Analystenstimmen fällt der Renk-Kurs weiter und nähert sich dem Jahrestief.

- Kurs nahe 52-Wochen-Tief
- Analysten bestätigen Kaufempfehlungen
- Auftragsbestand erreicht Rekordwert
- Fokus auf Verteidigungsmarkt bleibt
Starke Auftragsbücher, volle Kassen und jubelnde Analysten. Bei Renk klaffen die operative Realität und die Stimmung an der Börse weit auseinander. Der Antriebsspezialist meldet Rekordzahlen und gewinnt wichtige Militäraufträge. Die Anleger strafen das Papier dennoch ab.
Am Dienstag schloss die Aktie bei 42,54 Euro. Damit notiert der Wert rund 52 Prozent unter seinem Jahreshoch. Der Kurs kratzt bedrohlich an seinem 52-Wochen-Tief. Ein klarer Abwärtstrend.
Analysten bleiben bullisch
Marktbeobachter bewerten die Lage völlig anders. Die DZ Bank rät weiterhin zum Kauf. Sie sieht den fairen Wert bei 64 Euro. Die Experten loben den jüngsten Auftritt auf der Rüstungsmesse Eurosatory. Dort zeigte Renk Konzepte für autonome Kettenfahrzeuge.
Auch Jefferies bestätigt die Kaufempfehlung. Ein frischer Auftrag der US-Regierung sorgt hier für Optimismus. Renk liefert hydromechanische Getriebe in die Vereinigten Staaten. Laut den Analysten stützt bereits ein Bruchteil dieses Volumens die kurzfristigen Bestellziele.
Rekordjagd im Hintergrund
Technologisch baut der Konzern vor. Zusammen mit dem Partner Patria präsentierte Renk ein schweres unbemanntes Landsystem. Das Herzstück bildet das Drive-by-Wire-fähige Getriebe HSWL 076. Es dient als Basis für skalierbare Drohnenpanzer.
Finanziell läuft es reibungslos. Das erste Quartal brachte Aufträge im Wert von 582,3 Millionen Euro ein. Der Gesamtauftragsbestand kletterte auf das Rekordniveau von 6,9 Milliarden Euro.
Das Management hält an der Jahresprognose fest. Finanzvorständin Anja Mänz-Siebje verweist auf eine extrem hohe Planungssicherheit. Über 90 Prozent der Jahresumsätze sind bereits vertraglich gesichert. Der Fokus auf den Verteidigungsmarkt bleibt bestehen.
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