Renk Aktie: 478 Millionen Auftragseingang im VMS-Segment

RENK präsentiert sich auf US-Messe, während der Aktienkurs unter Druck bleibt. Quartalszahlen zeigen Wachstum im Servicegeschäft.

Die Kernpunkte:
  • Teilnahme an EASA Convention in Orlando
  • Servicegeschäft als stabiler Wachstumsbereich
  • Aktienkurs fällt auf 47,20 Euro
  • Hauptversammlung beschließt Dividende

RENK startet in die neue Woche mit einem Messeauftritt in den USA — und einem Kurs, der Erholung dringend braucht. Die Frage ist, ob der Servicebereich dem Titel neuen Rückenwind geben kann.

US-Messe rückt Aftermarket ins Bild

Vom 13. bis 16. Juni nimmt RENK an der EASA Convention & Solutions Expo in Orlando teil. Die Veranstaltung dreht sich um elektromechanische Reparatur- und Servicetechnik. Kein Großauftrag, keine Prognoseänderung — aber ein Signal für einen Bereich, den RENK selbst als stabil bezeichnet.

Im Q1-Bericht beschrieb das Unternehmen das Service- und Ersatzteilgeschäft in Deutschland, Europa und den USA als auf hohem Niveau. Das Segment Vehicle Mobility Solutions wuchs im ersten Quartal deutlich: Auftragseingang 478,4 Mio. €, Umsatz 191,5 Mio. €, bereinigtes EBIT 35,0 Mio. €. RENK stufte VMS als Wachstumstreiber der Gruppe ein.

Anders lief es im Segment Marine & Industry. Dort sank der Auftragseingang auf 70,0 Mio. € — RENK verwies auf einen Basiseffekt durch hohe Großaufträge im Vorjahr sowie auf Liefer- und Logistikverschiebungen.

Quartalszahlen liefern den Rahmen

Für das erste Quartal meldete RENK einen Auftragseingang von 582,3 Mio. € nach 548,6 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg auf 283,6 Mio. €, das bereinigte EBIT auf 42,4 Mio. €.

Die Jahresprognose steht: mehr als 1,5 Mrd. € Umsatz und ein bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Mio. €. Ob RENK diesen Korridor hält, wird der Pre-Close Call am 16. Juli zeigen — die H1-Zahlen folgen am 6. August.

Aktie unter Druck

Der Kurs schloss am Freitag bei 47,20 € — ein Tagesverlust von 3,36 %. Auf Sicht von sieben Tagen steht ein Minus von 7,79 %. Der Titel notiert damit rund 8 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt und gut 19 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Vom 52-Wochen-Hoch bei 88,73 € ist der Abstand inzwischen auf fast 47 Prozent angewachsen.

Hinzu kommt die Hauptversammlung vom 10. Juni. Die Aktionäre stimmten einer Dividende von 0,58 € je Aktie zu. Außerdem wählten sie Dr. Klaus Richter in den Aufsichtsrat; er übernahm anschließend den Vorsitz von Claus von Hermann.

Vor den nächsten Kapitalmarktterminen — DB Defence Conference am 22. Juni und Jefferies German & Swiss Corporate Conference am 24. Juni — muss der Kurs erst wieder Abstand zu den kurzfristigen Durchschnittslinien gewinnen.

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