Renk Aktie: 582 Millionen Auftragseingang in Q1
KNDS senkt Beteiligung an Renk, neuer Aufsichtsratschef kommt. CEO-Vertrag verlängert, Rekordaufträge und wichtige Termine im Juni.

- KNDS reduziert Anteil auf zehn Prozent
- Neuer Aufsichtsratsvorsitzender vorgeschlagen
- CEO-Vertrag bis 2032 verlängert
- Rekord-Auftragseingang von 582 Millionen Euro
KNDS verkauft Anteile, ein neuer Aufsichtsratschef steht bereit, und der CEO hat seinen Vertrag gerade verlängert. Bei Renk laufen gerade mehrere strategische Weichen gleichzeitig um.
KNDS reduziert seinen Anteil
Der Rüstungskonzern KNDS hat seine Beteiligung auf 10,03 % gesenkt. Marktbeobachter werten das als weiteren Schritt zur Normalisierung der Aktionärsstruktur nach dem Börsengang. Ein niedrigerer KNDS-Anteil erhöht den Streubesitz — und damit die Handelsliquidität der MDAX-Aktie.
Trotz der Anteilsplatzierung hielt sich der Kurs stabil. Das starke Momentum im Verteidigungssektor federte den Druck ab. Großaufträge für Branchenkollegen wie Rheinmetall befeuerten die Stimmung zusätzlich. Die Aktie schloss den Freitag bei 56,31 Euro — ein Plus von knapp 1,2 Prozent. Auf Wochensicht legte das Papier sogar rund 15 Prozent zu.
Neuer Aufsichtsratschef, verlängerter CEO-Vertrag
Dr. Klaus Richter soll auf der Hauptversammlung zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt werden. Er gilt als erfahrener Industriemanager und soll die Expansion des Konzerns in einer Phase steigender Verteidigungsausgaben begleiten.
Kontinuität im Vorstand: CEO Dr. Alexander Sagel bleibt bis 2032. Analysten sehen darin ein Vertrauenssignal für die langfristige Strategie — insbesondere im Bereich Next-Generation-Mobility.
Voller Terminkalender im Juni
Die kommenden Wochen bringen gleich mehrere wichtige Ereignisse:
- 10. Juni: Ordentliche Hauptversammlung (virtuell). Auf der Tagesordnung stehen die Aufsichtsratswahl und die Abstimmung über einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen Renk Group AG und Renk GmbH.
- 11. Juni: Geplanter Ex-Dividenden-Tag.
- 15.–19. Juni: Branchenmesse Eurosatory in Paris. Renk präsentiert dort gemeinsam mit Patria neue Lösungen für unbemannte Landsysteme — darunter das Getriebe HSWL 076 für schwere autonome Fahrzeuge.
Fundamental liefern die Q1-Zahlen Rückenwind: Renk meldete einen Rekord-Auftragseingang von 582 Mio. Euro und eine operative Marge von 15,0 Prozent.
Das Analystenkonsens-Kursziel liegt bei rund 70 Euro. Jefferies sieht das Papier bei 70 Euro, Berenberg sogar bei 76 Euro. Charttechnisch gilt der Bereich um 60 Euro als nächster Widerstand — knapp sieben Prozent über dem aktuellen Kurs.
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