Renk Aktie: 6,9 Milliarden Euro Auftragsbestand

Renk Group verzeichnet Rekordauftragseingang, doch der Aktienkurs fällt auf ein Jahrestief. Anleger bleiben skeptisch.

Die Kernpunkte:
  • Aktie erreicht neues 52-Wochen-Tief
  • Rekordwert bei Auftragseingängen im ersten Quartal
  • Umsatzprognose von über 1,5 Milliarden Euro bestätigt
  • Investorenkonferenz als wichtiger Stimmungstest

Operative Rekorde auf der einen Seite, ein Kurs nahe dem Jahrestief auf der anderen. Bei der Renk Group klaffen fundamentale Entwicklung und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Das Rüstungsunternehmen sammelt Aufträge in hohem Tempo ein. An der Börse dominiert indes Skepsis.

Ein Blick auf den Kurszettel verdeutlicht die Lage. Am vergangenen Freitag markierte das Papier bei 43,91 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Zum Start in die neue Woche erholt sich der Kurs leicht auf 44,95 Euro.

Der Verkaufsdruck trifft die Augsburger nicht isoliert. Vorsichtige Aussagen von Rheinmetall belasteten zuletzt den gesamten europäischen Rüstungssektor. Investoren hinterfragen aktuell, wie schnell die Unternehmen die immense Nachfrage in harte Margen und Cashflows übersetzen können.

Volle Auftragsbücher, stabile Prognose

Im Tagesgeschäft liefert Renk ab. Der Auftragseingang kletterte im ersten Quartal auf 582,3 Millionen Euro – ein Rekordwert für ein Auftaktquartal. Der Gesamtauftragsbestand schwillt damit auf rund 6,9 Milliarden Euro an. Parallel dazu steigerte der Getriebespezialist seinen operativen Gewinn um gut zehn Prozent.

Das Management um CEO Alexander Sagel sieht sich auf Kurs. Für das laufende Jahr peilt der Vorstand weiterhin einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro an. Der operative Gewinn soll einen Wert von bis zu 285 Millionen Euro erreichen. Der Großteil dieser Erlöse ist bereits durch bestehende Verträge abgesichert.

Investorenkonferenz als Bewährungsprobe

Am 20. Mai präsentiert sich das Unternehmen auf dem digitalen International Investment Forum (IIF). Dort muss Sagel die Investoren davon überzeugen, dass Renk auch im veränderten Marktumfeld profitabel wächst.

Die langfristigen Ambitionen sind klar definiert. Bis 2030 strebt das Management Erlöse von bis zu 3,2 Milliarden Euro an. Die operative Marge soll dann die Marke von 20 Prozent übertreffen.

Der nächste wichtige Termin folgt kurz darauf. Am 10. Juni steht die virtuelle Hauptversammlung auf der Agenda. Neben einem geplanten Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrats stimmen die Aktionäre über die Gewinnverwendung ab. Vorgeschlagen ist eine Dividende von 0,58 Euro je Aktie.

Renk-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Renk-Analyse vom 18. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Renk-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Renk-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Renk: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Renk