Renk Aktie: Dividende auf 0,58 Euro erhöht

Renk Group plant 38 Prozent mehr Dividende und einen Wechsel an der Aufsichtsratsspitze. Die Hauptversammlung am 10. Juni entscheidet über mehrere zentrale Anträge.

Die Kernpunkte:
  • Dividende steigt auf 0,58 Euro
  • Claus von Hermann geht, Klaus Richter kommt
  • CEO-Vertrag bis 2032 verlängert
  • Umsatz wächst um fast 20 Prozent

Die Renk Group stellt ihre Aktionäre am 10. Juni vor ein ungewöhnlich dichtes Abstimmungspaket. Dividendenerhöhung, Führungswechsel im Aufsichtsrat und ein konzerninterner Strukturschritt — alles gebündelt auf einer Hauptversammlung. Die Aktie notiert aktuell bei 53,11 Euro, ein Plus von 2,83 Prozent. Binnen sieben Tagen kletterte der Kurs um knapp elf Prozent.

Richter übernimmt Aufsichtsratsvorsitz

Claus von Hermann legt sein Amt als Aufsichtsratschef zum Ende der Hauptversammlung nieder. Der Vorstand schlägt Dr. Klaus Richter als neues Mitglied vor. Wird er gewählt, übernimmt er sofort den Vorsitz.

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Hermann begleitete Renk seit der Umfirmierung zur Aktiengesellschaft 2023 und durch den Börsengang 2024. Richter bringt über 30 Jahre Industrieerfahrung mit — aus Verteidigung, Luftfahrt und Automobil. Bis 2024 führte er als Sprecher des Vorstands die Diehl Gruppe. Davor arbeitete er zwölf Jahre bei Airbus, unter anderem als Chief Procurement Officer.

Parallel dazu stimmen Aktionäre über einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen Renk Group AG und Renk GmbH ab. Der Schritt soll konzerninterne Abläufe vereinfachen.

38 Prozent mehr Dividende

Der Vorstand will 0,58 Euro je Aktie ausschütten — 38 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Ausschüttungsquote liegt bei 40,9 Prozent. Renk hatte angekündigt, 40 bis 50 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses an Aktionäre zu zahlen. Die vorgeschlagene Dividende bleibt in dieser Bandbreite.

CEO-Vertrag bis 2032 verlängert

Der Aufsichtsrat hatte bereits im Mai ein Kontinuitätssignal gesetzt. Dr. Alexander Sagel, seit Februar 2025 CEO, erhielt eine Vertragsverlängerung bis 31. März 2032.

Unter Sagels Führung positionierte sich Renk konsequent als Defence-Company. Mit der Technologie- und Innovationsagenda NextGen Mobility bereitet das Unternehmen sein Produktportfolio auf künftige Anforderungen vor.

Operative Stärke als Basis

Die Governance-Entscheidungen fußen auf starken Zahlen. Im Geschäftsjahr 2025 steigerte Renk den Umsatz um 19,8 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro. Der Auftragseingang erreichte mit 1,57 Milliarden Euro einen Höchststand. Das bereinigte EBIT wuchs um 21,7 Prozent auf 230 Millionen Euro bei einer Marge von 16,9 Prozent.

Ende des ersten Quartals 2026 lag der Gesamtauftragsbestand bei 6,9 Milliarden Euro. Der feste Auftragsbestand erreichte rund 2,6 Milliarden Euro. Mehr als 90 Prozent des geplanten Umsatzes für 2026 sind bereits vertraglich abgesichert.

Kurs erholt sich vom Tief

Am 13. Mai markierte die Aktie bei 43,99 Euro ihr 52-Wochen-Tief. Seither hat sich der Titel spürbar erholt und liegt aktuell rund 21 Prozent über diesem Tiefpunkt. Vom Oktoberhoch bei 88,73 Euro trennen die Papiere allerdings noch 40 Prozent.

Am 10. Juni rücken zwei Fragen zusammen: Wie wird der Aufsichtsratswechsel aufgenommen? Und hält der operative Wachstumskurs, was die Zahlen versprechen?

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