Renk Aktie: Entscheidung steht bevor

Der Antriebsspezialist Renk stellt seine Jahreszahlen vor. Der Fokus liegt auf dem operativen Ergebnis für 2026 und der Frage, ob dies den zuletzt unter Druck geratenen Aktienkurs stützen kann.

Die Kernpunkte:
  • Starke operative Zahlen für die ersten neun Monate 2025
  • Ausblick auf bereinigtes EBIT von 277 Millionen Euro für 2026
  • Massive Investitionspläne in Deutschland und den USA
  • Aktienkurs trotz Rekordauftragsbestand deutlich unter Druck

Am Donnerstag könnte sich für die Renk Group zeigen, ob die operative Stärke auch an der Börse ankommt. Der Augsburger Antriebsspezialist legt seine endgültigen Zahlen für 2025 vor – und vor allem den Ausblick für 2026. Im Fokus: ein angepeiltes bereinigtes EBIT von 277 Millionen Euro. Nach dem Kursrückgang der vergangenen Monate dürfte dieser Termin richtungsweisend sein.

Solide Basis aus den ersten drei Quartalen

Die Grundlage stimmt: In den ersten neun Monaten 2025 steigerte Renk den Umsatz um 19,2 Prozent auf 928 Millionen Euro. Der Auftragseingang legte noch deutlicher zu – plus 45,2 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT kletterte überproportional um 25,5 Prozent auf 141 Millionen Euro, was einer Marge von 15,2 Prozent entspricht.

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Haupttreiber bleibt das Verteidigungsgeschäft. Hier wuchs der Umsatz um 25,2 Prozent auf 690 Millionen Euro, während der Auftragseingang um 47,7 Prozent auf 932 Millionen Euro zulegte. Der Auftragsbestand erreichte im dritten Quartal einen Rekordwert von 6,4 Milliarden Euro.

Für das Gesamtjahr 2025 hatte das Management einen Umsatz von über 1,3 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes EBIT von 210 bis 235 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Diese Eckdaten wurden beim Pre-Close-Call im Februar bestätigt.

Der Ausblick als eigentlicher Lackmustest

Entscheidender als die Bestätigung der 2025er-Ziele dürfte die Konkretisierung des Ausblicks für 2026 sein. Das in Aussicht gestellte bereinigte EBIT von 277 Millionen Euro würde einen deutlichen Sprung bedeuten. Investoren warten auf Details, wie dieses Ziel erreicht werden soll.

Unterstützung könnten erwartete Großaufträge aus Deutschland, Polen und Italien liefern, die im ersten Quartal 2026 eingehen sollen. Langfristig visiert Renk für 2030 einen organischen Umsatz von 2,8 bis 3,2 Milliarden Euro an – zusätzliches Potenzial durch Akquisitionen von bis zu einer Milliarde Euro noch nicht eingerechnet.

Massive Investitionen in Kapazitäten

Parallel zur operativen Entwicklung treibt Renk seine Expansion voran. Die Initiative „Made for Germany“ sieht bis 2028 Investitionen von bis zu 325 Millionen Euro vor. In den US-Standort Michigan fließen bis 2030 rund 150 Millionen Dollar für Kapazitätserweiterungen sowie Forschung und Entwicklung.

Diese Investitionen fußen auf der Erwartung anhaltend hoher Nachfrage, gestützt durch den deutschen Verteidigungshaushalt von 108 Milliarden Euro für 2026. Zudem prüft Renk aktiv Übernahmemöglichkeiten in den US-amerikanischen und europäischen Verteidigungsmärkten.

Aktie unter Druck trotz starker Fundamentaldaten

Die Kursentwicklung steht im deutlichen Kontrast zur operativen Stärke. Ende Februar rutschte die Aktie unter die 50-Tage-Linie. Vom 52-Wochen-Hoch bei 88,77 Euro vom Oktober 2025 ist der Titel mittlerweile rund 36 Prozent entfernt.

Das schwierigere Marktumfeld für Rüstungswerte – belastet durch Unsicherheit im Zuge von Friedensgesprächen – setzte dem Sektor zuletzt zu. Seit der Erstnotierung im Februar 2024 und der MDAX-Aufnahme im März 2025 war die Renk-Aktie lange ein Outperformer, konnte diesen Vorsprung aber nicht halten.

Am 5. März folgt die Bilanzpressekonferenz mit anschließendem Analysten-Call. Ob das Management die richtigen Signale sendet, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen, wird sich dann zeigen. Im weiteren Jahresverlauf stehen ein Pre-Close-Call für das erste Quartal am 22. April sowie die Q1-Zahlen am 6. Mai an.

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