Renk Aktie: ESM 280 für Radpanzer

Renk präsentiert auf der Eurosatory neue Getriebe für Radpanzer, während die Aktie nahe ihrem Jahrestief notiert.

Die Kernpunkte:
  • Aktie fällt auf 45,41 Euro
  • Neues Getriebe für Radpanzer
  • Unbemannte Fahrzeuge vorgestellt
  • Auftragsbestand bei 6,9 Milliarden

Renk präsentiert heute in Paris die Zukunft der militärischen Mobilität. An der Börse herrscht derweil Katerstimmung. Die Aktie verliert zum Wochenstart knapp vier Prozent auf 45,41 Euro. Seit dem Rekordhoch bei über 88 Euro hat sich der Wert damit fast halbiert.

Vorstoß in ein neues Segment

Auf der Rüstungsmesse Eurosatory zeigt der Konzern ab heute ein neues Konzept für unbemannte Bodenfahrzeuge. Zusammen mit dem Partner Patria enthüllt Renk ein vollmaßstäbliches Modell. Es kombiniert die modulare Plattform der Finnen mit dem Renk-Getriebe HSWL 076. Das Ziel: digital gesteuerte Einsätze und die nahtlose Zusammenarbeit von bemannten und unbemannten Systemen.

Parallel dazu weitet Renk sein Produktportfolio massiv aus. Das Unternehmen präsentiert das neue Getriebe ESM 280 für mittlere bis schwere Radpanzer. Bisher ist der Zulieferer operativ stark von Kettenfahrzeugen abhängig. Mit dem neuen Modell betritt Renk nun den lukrativen Markt für Radfahrzeuge. Für die langfristige Wachstumsstory ist dieser Schritt zentral.

Starkes Basisgeschäft stützt

Operativ läuft das Kerngeschäft rund. Im ersten Quartal stieg der konzernweite Auftragseingang auf gut 582 Millionen Euro. Der Gesamtauftragsbestand liegt bei massiven 6,9 Milliarden Euro. Besonders das Segment für Fahrzeugmobilität treibt das Wachstum an. Hier kletterte der Umsatz zuletzt auf 191,5 Millionen Euro.

Neue Impulse für den Aktienkurs brauchen allerdings mehr als nur Messepräsentationen. Bislang meldet Renk für die neuen Konzepte aus Paris keine konkreten Serienaufträge. Der Konzern hält derweil an seiner Jahresprognose fest. Das Management erwartet für das laufende Jahr weiterhin über 1,5 Milliarden Euro Umsatz.

Die Börse fordert nun handfeste Abschlüsse. Rutscht die Aktie im aktuell schwachen Marktumfeld weiter ab, rückt das jüngste 52-Wochen-Tief bei 42,12 Euro schnell in den Fokus.

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