Renk Aktie: Jefferies bekräftigt Kaufempfehlung
Jefferies bekräftigt Kaufempfehlung für Renk nach neuem US-Auftrag. Die Aktie erholt sich leicht, bleibt aber nahe dem Jahrestief.

- Jefferies bestätigt Kaufvotum
- Neuer US-Auftrag für Getriebe
- Aktie erholt sich um 3,26 Prozent
- Operatives Geschäft wächst weiter
Starke Zahlen, schwacher Kurs. Bei Renk klaffen operative Realität und Börsenstimmung weit auseinander. Nach wochenlangen Verlusten meldet sich nun die Käuferseite zurück. Ein frischer Analystenkommentar liefert das passende Argument für eine Stabilisierung.
Die Investmentbank Jefferies hat ihre Kaufempfehlung am Freitag bekräftigt. Analystin Chloe Lemarie verweist auf einen neuen Auftrag des US-Verteidigungsministeriums. Die Amerikaner bestellen hydromechanische Getriebe. Das stützt die ohnehin prallen Auftragsbücher von Renk. Die Folge: An der Börse griffen Investoren zu. Die Aktie schloss mit einem Plus von 3,26 Prozent bei 42,72 Euro.
Ein echter Trendwechsel ist das noch nicht. Auf Sicht von 30 Tagen steht weiterhin ein Minus von rund 19 Prozent. Seit Jahresbeginn hat das Papier knapp 23 Prozent an Wert verloren. Der Kurs klebt förmlich am jüngsten 52-Wochen-Tief. Dieses markierte die Aktie erst vor wenigen Tagen bei 40,41 Euro.
Operatives Geschäft wächst weiter
Operativ liefert der Rüstungskonzern derweil solide Argumente. Im ersten Quartal sammelte Renk neue Aufträge im Wert von gut 582 Millionen Euro ein. Der Gesamtauftragsbestand wuchs damit auf 6,9 Milliarden Euro.
Auch die Profitabilität stimmt. Das bereinigte operative Ergebnis kletterte um gut zehn Prozent auf 42,4 Millionen Euro. Die dazugehörige Marge verbesserte sich auf 15 Prozent. Das Management bestätigte folgerichtig die Prognose für das laufende Jahr.
Inflation rückt in den Fokus
Eigene Nachrichten stehen in den kommenden Tagen nicht an. Der nächste Finanztermin folgt erst Mitte Juli. Bis dahin lenken externe Faktoren den Kurs. Am Dienstag und Mittwoch veröffentlichen Deutschland und die Eurozone neue Inflationsdaten.
Diese Makrodaten treffen auf eine angespannte Charttechnik. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt beträgt aktuell minus 14 Prozent. Rüstungswerte reagierten zuletzt extrem sensibel auf Zinsdebatten. Fällt die Inflation höher aus als erwartet, droht der Aktie ein erneuter Test der 40-Euro-Marke. Sinken die Raten, wächst der Spielraum für eine spürbare technische Gegenbewegung.
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