Renk Aktie: Klaus Richter neuer Aufsichtsratschef

RENK-Aktionäre stimmen für neuen Aufsichtsratsvorsitzenden, höhere Dividende und Gewinnabführungsvertrag. Aktie trotzdem schwach.

Die Kernpunkte:
  • Klaus Richter neuer Aufsichtsratsvorsitzender
  • Gewinnabführungsvertrag mit Tochter beschlossen
  • Dividende steigt um 38 Prozent
  • Aktie fällt trotz positiver Nachrichten

Die RENK Group zieht die Zügel straffer. Auf der Hauptversammlung beschlossen die Aktionäre nicht nur eine deutlich höhere Dividende. Sie segneten auch einen weitreichenden Gewinnabführungsvertrag ab und wählten einen neuen Chef für den Aufsichtsrat.

Neuer starker Mann im Aufsichtsrat

Klaus Richter übernimmt ab sofort die Kontrolle im Kontrollgremium. Er folgt auf Claus von Hermann. Dieser legte sein Mandat auf eigenen Wunsch nieder. Richter bringt reichlich Erfahrung mit. Zuvor saß er im Vorstand der Airbus Group und sprach für den Vorstand der Diehl Gruppe. Die Aktionäre stellten sich mit 99 Prozent hinter diese Personalie.

Engere Fesseln für die Tochter

Das Management baut parallel dazu die interne Struktur um. Die Aktionäre stimmten einem neuen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zu. Die RENK GmbH führt künftig alle Gewinne direkt an die Muttergesellschaft ab. Im Gegenzug erhält die RENK Group AG weitreichende Weisungsrechte. Das Ziel: eine deutlich engere Verzahnung innerhalb des Konzerns.

Deutlich mehr Geld für Aktionäre

Für das abgelaufene Geschäftsjahr schüttet RENK eine Dividende von 0,58 Euro je Aktie aus. Das entspricht einem satten Aufschlag von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bereits am morgigen Donnerstag wird die Aktie ex-Dividende gehandelt. Die Auszahlung folgt am 15. Juni.

An der Börse verpuffen diese Nachrichten vorerst. Die Aktie rutschte am Mittwoch leicht auf 50,63 Euro ab. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 8,25 Prozent auf der Kurstafel. Vom Rekordhoch bei 88,73 Euro aus dem vergangenen Oktober ist das Papier weit entfernt.

Mit dem neuen Aufsichtsratschef und der strafferen Struktur stellt sich RENK operativ neu auf. Der Gewinnabführungsvertrag sichert der Konzernmutter ab sofort den direkten Zugriff auf die Gewinne der Tochtergesellschaft. Fundamentale Stärke trifft hier auf einen schwächelnden Chart. Hält die Unterstützung über dem Maitief von 42,12 Euro, könnte die höhere Ausschüttung mittelfristig neue Käufer anlocken.

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