Renk Aktie: Klaus Richter soll Aufsichtsrat führen
RENK erhöht Dividende auf 0,58 Euro und schlägt Dr. Klaus Richter als neuen Aufsichtsratsvorsitzenden vor. Rekordauftragsbestand stützt die positive Entwicklung.

- Dividende steigt auf 0,58 Euro
- Wechsel im Aufsichtsratsvorsitz
- Rekordauftragsbestand von 6,9 Milliarden Euro
- Umsatzprognose für 2026 bestätigt
Am 10. Juni lädt RENK zur Hauptversammlung — und die Agenda hat es in sich. Höhere Dividende, neuer Aufsichtsratsvorsitzender, Konzernstruktur auf dem Prüfstand. Das alles vor dem Hintergrund eines operativen Rekordstarts ins Jahr 2026.
Dividende steigt, Aufsichtsrat wechselt
Aktionäre erhalten 0,58 Euro je Aktie — nach 0,42 Euro im Vorjahr. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von rund 41 Prozent des bereinigten Nettogewinns. Ab dem 11. Juni wird die Aktie ex-Dividende gehandelt, die Auszahlung folgt am 15. Juni.
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Personell steht ein klarer Schnitt bevor. Claus von Hermann legt den Aufsichtsratsvorsitz auf eigenen Wunsch nieder. Er hat das Unternehmen seit der Umfirmierung zur AG im Jahr 2023 begleitet — durch den Börsengang 2024 und die darauffolgende Wachstumsphase. Als Nachfolger schlägt der Vorstand Dr. Klaus Richter vor. Richter bringt über 30 Jahre Erfahrung aus Verteidigung, Luftfahrt und Automobil mit. Bis 2024 führte er die Diehl Gruppe als Vorstandssprecher, davor war er zwölf Jahre bei der Airbus Group in leitenden Funktionen tätig.
Ferner stimmt die Hauptversammlung über einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der RENK Group AG und der RENK GmbH ab.
Rekordauftragsbestand stützt die Agenda
Die HV trifft auf ein solides Fundament. Im ersten Quartal 2026 erzielte RENK einen Auftragseingang von 582 Millionen Euro — der höchste Wert in einem Auftaktquartal der Unternehmensgeschichte. Der Gesamtauftragsbestand kletterte auf ein Allzeithoch von 6,9 Milliarden Euro.
Das bereinigte EBIT wuchs um gut zehn Prozent auf 42,4 Millionen Euro. Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich auf 15,0 Prozent. Treiber war das Segment Vehicle Mobility Solutions. Marine & Industry sowie Slide Bearings wurden durch Sondereffekte belastet.
Im Gesamtjahr 2025 stieg der Umsatz um knapp 20 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro. Das Verteidigungsgeschäft machte 74 Prozent davon aus.
Prognose bestätigt, Ziele ambitioniert
Für 2026 hält RENK an seiner Prognose fest: Umsatz über 1,5 Milliarden Euro, bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro. Mehr als 90 Prozent des geplanten Umsatzes sind durch feste Aufträge gedeckt.
Bis 2030 peilt das Unternehmen einen Umsatz von bis zu 3,2 Milliarden Euro an. Die EBIT-Marge soll dann über 20 Prozent liegen. Die Getriebeproduktion in Augsburg soll von rund 700 auf mehr als 1.800 Einheiten jährlich wachsen.
An der Börse verliert die Aktie am Montag 6,4 Prozent auf 52,72 Euro. Auf Jahressicht steht ein Minus von 37 Prozent zu Buche — das 52-Wochen-Hoch von 88,73 Euro liegt weit zurück. Die nächste charttechnische Hürde ist der 200-Tage-Durchschnitt bei rund 59 Euro, der aktuell noch rund elf Prozent über dem aktuellen Kurs liegt.
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