Renk Aktie: Pistorius stoppt F126

Der Wegfall des milliardenschweren Marineauftrags F126 lässt die Renk-Aktie auf ein Jahrestief fallen. Analysten sehen charttechnisch eine mögliche Erholung.

Die Kernpunkte:
  • Bund streicht Fregattenprojekt F126
  • Renk verliert sicheren Großauftrag
  • Aktie erreicht neues Jahrestief
  • RSI signalisiert überverkauften Zustand

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius streicht das milliardenschwere Fregattenprojekt F126. Für die Zulieferer der Rüstungsindustrie ist das ein harter Schlag. Die Renk Group verliert damit einen sicher geglaubten Großauftrag. Die Folge: ein massiver Kursrutsch.

Strategiewechsel der Marine

Die Bundesregierung ändert ihren maritimen Kurs radikal. Statt auf das bisherige Modell setzt Berlin künftig auf Thyssenkrupp Marine Systems. Der Fregattentyp Meko A-200 DEU rückt in den Mittelpunkt. Für den Getriebespezialisten Renk bricht dadurch ein zentrales Zukunftsprojekt weg.

Die Hiobsbotschaft zieht den gesamten Sektor nach unten. Auch Rheinmetall und Hensoldt spüren den Verkaufsdruck. Bei Renk fällt der Absturz besonders heftig aus. Die Aktie markierte am Donnerstag ein neues Jahrestief bei 41,01 Euro. Aktuell notiert das Papier kaum höher. Seit Januar summiert sich der Kursverlust auf über 25 Prozent.

Technische Gegenbewegung?

Charttechnisch sieht die Lage düster aus. Der Kurs notiert weit unter den wichtigen Durchschnittslinien der vergangenen 50 und 200 Tage. Ein kleines Hoffnungssignal liefert der Relative-Stärke-Index. Dieser steht aktuell bei 31,7. Der Wert signalisiert einen nahezu überverkauften Zustand. Das könnte kurzfristig spekulative Käufer anlocken.

Fundamentale Probleme löst das allerdings nicht. Das Management muss nun Aufträge für die neuen Meko-Fregatten an Land ziehen. Solange alternative Großprojekte fehlen, bleibt der Druck auf die Aktie hoch. Fällt der Kurs unter die psychologische Marke von 41 Euro, drohen weitere Abgaben in Richtung der 40-Euro-Grenze.

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