Renk Aktie: Q1-Zahlen am 6. Mai

Volle Auftragsbücher im Militärgeschäft, Gegenwind im zivilen Sektor. Bei der Renk Group prallen aktuell zwei Welten aufeinander. Kurz vor der Hauptversammlung im Juni und den Quartalszahlen am 6. Mai wächst die Nervosität der Anleger. Der Panzergetriebe-Hersteller kämpft mit US-Zöllen und verschobenen Umsätzen.

Schwacher Cashflow bremst die Aktie

Die Papiere des Augsburger Unternehmens notieren aktuell bei 53,74 Euro. Damit liegt der Kurs knapp 40 Prozent unter dem Rekordhoch vom vergangenen Herbst. Operativ gibt es einige Baustellen.

Vor allem der freie Cashflow enttäuschte zuletzt. Er lag mit 67 Millionen Euro deutlich unter den Erwartungen. Die Umwandlungsquote des Gewinns in Barmittel fiel auf rund 47 Prozent. Das Management verfehlte das eigene Ziel damit deutlich. Der Grund: Verschobene Aufträge brachten verspätete Anzahlungen mit sich.

Zölle und Exportstopps belasten

Im zivilen Bereich knirscht es spürbar. US-Strafzölle bremsen den Verkauf von Gleitlagern. Parallel dazu verzögern Logistikprobleme die Auslieferungen in den Segmenten Marine und Industrie. Das Management rechnet mit einer Umsatzverschiebung von rund zehn Millionen Euro.

Ein strukturelles Problem kommt aus dem Vorjahr. Renk verbucht Erlöse von 200 Millionen Euro erst im aktuellen Halbjahr.

Ein weiteres Risiko birgt die Politik. Die Bundesregierung hat bestimmte Rüstungsexporte nach Israel ausgesetzt. Das betrifft Getriebesysteme für Merkava- und Namer-Panzer. Renk beziffert das Umsatzrisiko für das laufende Jahr auf bis zu 100 Millionen Euro.

Dennoch hält der Vorstand an der Jahresprognose fest. Das signalisiert grundsätzlich Vertrauen in das operative Geschäft.

Rekordaufträge und US-Expansion

Anfang Mai liefert Renk den nächsten harten Zahlentest. Analysten erwarten einen leichten Umsatzrückgang auf 280 Millionen Euro. Das operative Ergebnis soll bei 40 Millionen Euro liegen. Fachleute sehen darin aber nur ein zeitliches Verschiebungsproblem.

Die Auftragsseite zeichnet ein völlig anderes Bild. Das Unternehmen sprach im April selbst von einem Rekordquartal. Schätzungen gehen von einem Auftragseingang von rund 585 Millionen Euro aus. Das sprengt die bisherige Spanne deutlich.

Renk will die jährliche Getriebefertigung bis Jahresende drastisch erhöhen. Die Produktion soll von 300 auf 800 Einheiten steigen. Zusätzlich investiert der Konzern 150 Millionen US-Dollar in amerikanische Standorte. So will sich Renk direkte Aufträge aus US-Militärprogrammen sichern.

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