Renk Aktie: Trotz Millionenaufträgen unter Druck

Der Getriebespezialist Renk sichert sich einen Großauftrag der US-Army und kündigt hohe Investitionen in Deutschland an, doch die Aktie verliert trotz der positiven Meldungen deutlich an Wert.

Die Kernpunkte:
  • Fünfjahresvertrag der US-Army bis zu 75,5 Mio. Dollar
  • Investitionen von 325 Mio. Euro in deutsche Standorte
  • Aktienkurs fällt um 8 Prozent trotz guter Nachrichten
  • Goldman Sachs bestätigt Kursziel von 70 Euro

Zwei strategische Deals innerhalb weniger Tage – doch die Renk Aktie verliert an Boden. Der Augsburger Spezialist für Getriebetechnik sicherte sich einen Großauftrag der US-Army über bis zu 75,5 Millionen Dollar und kündigte Investitionen von 325 Millionen Euro in Deutschland an. Trotzdem rutschte der Kurs um 8 Prozent ab.

Die wichtigsten Fakten:

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  • US-Army-Vertrag mit bis zu 75,5 Millionen Dollar Volumen über fünf Jahre
  • 325 Millionen Euro Investitionen in deutsche Standorte bis 2028
  • Kursrückgang von 8 Prozent trotz positiver Meldungen
  • Goldman Sachs bestätigt Kursziel von 70 Euro

US-Army sichert langfristige Einnahmen

Die US-Tochter Renk America erhielt einen Fünfjahresvertrag für Getriebe- und Powerpack-Lösungen zur Instandhaltung von Bodenkampffahrzeugen. Der Auftrag kommt zu einem strategisch günstigen Zeitpunkt: Die US-Regierung plant eine Aufstockung des Verteidigungshaushalts von 0,9 auf 1,5 Billionen Dollar.

Das Geschäft in Nordamerika gewinnt damit an Substanz. Renk baut seine Position im wachsenden US-Verteidigungsmarkt systematisch aus und sichert sich langfristige Kundenbeziehungen.

Klares Bekenntnis zum Heimatmarkt

Parallel zur US-Expansion verstärkt der MDAX-Konzern sein Engagement in Deutschland. Am 14. Januar trat das Unternehmen der Initiative “Made for Germany” bei, einem Zusammenschluss von 114 Industrieunternehmen und Investoren.

Die angekündigten Investitionen bis 2028 konzentrieren sich auf drei Bereiche:

  • Digitalisierung von Produktionsabläufen und internen Prozessen
  • Entwicklung neuer Antriebssysteme für Kettenfahrzeuge und unbemannte Plattformen
  • Kapazitätsausbau in Augsburg und Rheine

Die operative Performance stützt diese Expansionspläne. Im dritten Quartal 2025 steigerte Renk den Umsatz auf 307,59 Millionen Euro – ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn belief sich auf 24,09 Millionen Euro.

Markt bleibt skeptisch

Die verhaltene Kursreaktion überrascht angesichts der positiven Nachrichten. Die Aktie notiert aktuell rund 4 Prozent unter dem 100- und 200-Tage-Durchschnitt. Über drei Monate summiert sich das Minus auf 15 Prozent.

Goldman Sachs hält an seiner neutralen Einschätzung fest und bestätigt das Kursziel von 70 Euro. Der Analystenkonsens liegt bei 68,11 Euro und signalisiert damit moderates Aufwärtspotenzial von etwa 10 Prozent.

Die längerfristige Perspektive relativiert die aktuelle Schwäche: Auf Jahressicht steht ein Kursplus von 189 Prozent zu Buche. Die entscheidende Frage für Anleger bleibt, ob die jüngsten Aufträge und Investitionszusagen ausreichen, um die schwächere relative Performance gegenüber Branchenkollegen wie Rheinmetall zu drehen.

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