Renk Group Aktie: Boxer-Verzögerung?

Mehr Auftragseingang und höhere Ergebnisse prägen das dritte Quartal; Renk hält an der Jahresprognose fest.

Die Kernpunkte:
  • Auftragseingang steigt um fast 45 Prozent
  • Auftragsbestand erreicht 7,6 Milliarden Euro
  • Aktie verliert 5,2 Prozent im Sog Rheinmetalls
  • Jahresprognose für 2026 bestätigt

JPMorgan hat Renk gestern nach den Quartalszahlen auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 50 Euro belassen. Dennoch fiel die Aktie um 5,2% im Sog der Gewinnwarnung von Rheinmetall. Wie dpa-AFX unter Berufung auf JPMorgan-Analyst David Perry berichtete, strahlte dessen Kursrutsch auf andere Rüstungswerte aus.

Analysten würdigen das operative Geschäft

Perry zufolge fielen die Kennzahlen von Renk etwas besser aus, als der Markt erwartet hatte. Auch die DZ Bank bestätigte gestern ihre Kaufempfehlung und beließ den fairen Wert bei 56 Euro. Sie bezeichnete das dritte Quartal als operativ überzeugend.

Renk meldete für das dritte Quartal 2026 einen Anstieg des Auftragseingangs um fast 45 Prozent auf 469 Millionen Euro. Der Auftragsbestand erreichte Ende September 7,6 Milliarden Euro.

Der Umsatz erhöhte sich um 12,1 Prozent auf 345 Millionen Euro. Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg um 17 Prozent auf 61 Millionen Euro.

Umsetzung der Aufträge bleibt ein Risiko

CEO Alexander Sagel warnte gestern laut Reuters vor möglichen Verzögerungen bei der Umwandlung des Auftragsbestands in Umsatz. Dazu könnte es kommen, falls große Rüstungsauftragnehmer ihre Programmpläne verschieben. Als Beispiel nannte er Verzögerungen beim deutschen Boxer-Programm, für das Renk Getriebe liefert.

Für das Geschäftsjahr 2026 bestätigte Renk die Prognose für das fortgeführte Geschäft mit rund 1,4 Milliarden Euro Umsatz. Beim bereinigten operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern erwartet das Unternehmen weiterhin 240 bis 255 Millionen Euro.

Als nächster relevanter Unternehmenstermin ist für den 8. Dezember ein Strategieupdate des CEO angekündigt.

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