RENK Group Aktie: Rekord mit Vorbehalt

Der Antriebsspezialist meldet Rekordumsatz und -auftragsbestand, die leicht unter den Erwartungen liegende Jahresprognose dämpft jedoch die Marktreaktion.

Die Kernpunkte:
  • Umsatz und Gewinn erreichen 2025 neue Höchstwerte
  • Auftragsbestand klettert auf Allzeithoch von 6,7 Mrd. Euro
  • Dividendenvorschlag steigt um 38 Prozent auf 0,58 Euro
  • Fokus auf Verteidigungssektor mit 90 Prozent Umsatzanteil bis 2030

Rekordumsatz, Rekordauftragsbestand, starkes Gewinnwachstum – und trotzdem reagierte der Markt verhalten. Was hinter dieser Diskrepanz steckt, lässt sich mit einem Blick auf die Guidance für 2026 erklären.

Starke Zahlen, aber Guidance enttäuscht leicht

Das Geschäftsjahr 2025 lief für den Augsburger Antriebsspezialisten außergewöhnlich gut. Der Umsatz wuchs um knapp 20 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT legte um rund 22 Prozent auf 230 Millionen Euro zu. Besonders stark: Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg um 38 Prozent auf 1,42 Euro. Der Gesamtauftragsbestand kletterte auf ein neues Allzeithoch von 6,68 Milliarden Euro – getrieben von anhaltend starker Nachfrage im Verteidigungssektor.

Das Segment Vehicle Mobility Solutions war dabei der Wachstumsmotor: 872 Millionen Euro Umsatz entsprechen einem Plus von rund 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch das Marine-Geschäft entwickelte sich solide und federte Gegenwind aus dem Industriebereich ab. Im vierten Quartal sicherte sich RENK zudem seinen ersten Ersatzteilvertrag mit dem ukrainischen Verteidigungsministerium.

Für 2026 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro und ein bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro. Der Mittelpunkt dieser Spanne liegt allerdings rund zwei Prozent unterhalb des Analystenkonsens – ein kleiner, aber ausreichender Grund für die verhaltene Kursreaktion. Marktbeobachter werten die konservative Planung eher als bewusst vorsichtige Steuerung denn als operatives Warnsignal.

CFO kauft, Dividende steigt kräftig

Während der Markt die leicht gedämpfte Guidance verdaute, kaufte Finanzchefin Anja Mänz-Siebje Aktien des eigenen Unternehmens – ein Zeichen, das Vertrauen in die eigene Strategie signalisiert. Parallel schlägt der Vorstand der Hauptversammlung am 10. Juni 2026 eine Dividende von 0,58 Euro je Aktie vor, was einer Steigerung von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Strategisch setzt RENK konsequent auf Rüstung: Bis 2030 sollen rund 90 Prozent des Umsatzes aus dem Verteidigungssegment stammen. In den USA investiert die Tochtergesellschaft RENK America bis 2030 rund 150 Millionen Dollar in Michigan, mit einem Auftragseingang von bereits über 550 Millionen Dollar. Im Inland läuft die Initiative „Made for Germany“ mit geplanten Innovationsinvestitionen von 325 Millionen Euro bis 2028.

Der Auftragsbestand von 6,7 Milliarden Euro – das 4,9-fache des Jahresumsatzes – gibt dem Unternehmen erhebliche Planungssicherheit. Am 6. Mai 2026 legt RENK die Zahlen für das erste Quartal vor. Dann zeigt sich, ob der Rekordauftragsbestand wie geplant in Umsatz und Cashflow übergeht und die leichte Skepsis gegenüber der Jahresprognose sich als unbegründet erweist.

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