Replimune: 161 Mitarbeiter entlassen
Nach erneuter FDA-Ablehnung des Hautkrebsmittels RP1 entlässt Replimune über 160 Mitarbeiter und fokussiert sich auf den Wirkstoff RP2.

- Zweite FDA-Ablehnung für Krebsmittel RP1
- Stellenabbau von über 160 Mitarbeitern
- Fokuswechsel auf Nachfolgekandidat RP2
- Hohe operative Verluste belasten Finanzen
Ein gescheitertes Medikament zieht oft drastische Konsequenzen nach sich. Bei Replimune geht es jetzt an die Substanz. Nach einem ergebnislosen Treffen mit der US-Gesundheitsbehörde FDA steht das wichtigste Krebsprogramm vor dem Aus.
Das Management suchte in einem sogenannten Type-A-Meeting nach einem Ausweg. Zuvor hatte die FDA die Zulassung für das Hautkrebs-Mittel RP1 im April zum zweiten Mal abgelehnt. Die Behörde kritisiert das Design der IGNYTE-Studie. Sie hält die Daten aufgrund unterschiedlicher Patientenprofile für unzureichend. Ein beschleunigtes Zulassungsverfahren ist laut Unternehmensangaben vorerst vom Tisch. Ohne diesen schnellen Weg steht das gesamte RP1-Programm auf der Kippe.
Radikaler Stellenabbau
Die Reaktion folgt prompt. Replimune entlässt weitere 161 Mitarbeiter an seinen Standorten in Massachusetts. Bereits Anfang des Monats mussten 63 Angestellte gehen. Die Folge: Ein Kahlschlag. Insgesamt verliert das Biotech-Unternehmen mehr als die Hälfte seiner Belegschaft.
Kommunikationschefin Arleen Goldenberg bezeichnete die Maßnahme als direkte Konsequenz aus dem FDA-Entscheid. Das verbleibende Team soll sich nun auf den Hoffnungsträger RP2 konzentrieren. Dieses Mittel befindet sich aktuell in einer späten klinischen Studienphase.
Hoher Cashburn trifft auf Skepsis
Finanziell hat das Unternehmen noch einen Puffer. Zuletzt lagen die Barreserven bei rund 269 Millionen US-Dollar. Allerdings verbrennt die Forschung viel Geld. Im letzten Quartal verbuchte Replimune einen operativen Verlust von knapp 71 Millionen Dollar. Allein die Entwicklungskosten verschlangen dabei gut 53 Millionen Dollar. Analysten warnen vor einem schnellen Schmelzen der Reserven. Das Management muss die klinischen Prioritäten nun zügig anpassen.
An der Börse spiegelt sich die Unsicherheit wider. Der Aktienkurs pendelt in einer volatilen Spanne. Erholungsversuche scheitern regelmäßig an einem Widerstandsbereich um 2,90 Dollar. Nach unten hin bietet die Marke von 1,80 Dollar eine wichtige Unterstützung. Fällt der Kurs darunter, drohen weitere Verkäufe durch ausgelöste Stop-Loss-Orders.
Fachliche Impulse stehen bereits im Kalender. Replimune präsentiert auf der kommenden ASCO-Jahreskonferenz neue Überlebensdaten zu seinen klinischen Programmen. Diese wissenschaftlichen Details rücken für den Markt jedoch in den Hintergrund. Ohne eine tragfähige Zulassungsstrategie für die verbleibende Pipeline droht der Aktie ein anhaltender Abwärtsdruck.
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