Replimune Aktie: Pomerantz ermittelt nach 60-Prozent-Sturz

Nach dem Kurssturz im April ermittelt eine Kanzlei gegen Replimune. Anleger fokussieren sich nun auf wichtige ASCO-Daten Ende Mai.

Die Kernpunkte:
  • Ermittlungen wegen möglichen Wertpapierbetrugs
  • Kurserholung nach FDA-Rückschlag im April
  • Spannung vor ASCO-Kongress Ende Mai
  • Stellenabbau sichert Liquidität bis 2027

Neue Ermittlungen nach Kurssturz

Replimune kommt nicht zur Ruhe. Nach dem massiven Absturz im April gerät der Biotech-Wert nun auch juristisch unter Druck, während Anleger zugleich auf wichtige klinische Daten Ende Mai schauen.

Am 14. Mai teilte die Kanzlei Pomerantz LLP mit, dass sie im Namen von Investoren Ermittlungen gegen Replimune aufgenommen hat. Im Raum steht der Verdacht auf Wertpapierbetrug oder andere unzulässige Geschäftspraktiken durch das Unternehmen oder seine Führung.

Der Druckpunkt ist bekannt. Im April brach die Aktie an einem Tag um mehr als 60 Prozent ein, nachdem die US-Arzneimittelbehörde FDA einen zweiten Complete Response Letter für den Hauptkandidaten RP1 in Kombination mit Nivolumab bei fortgeschrittenem Melanom geschickt hatte. Die Behörde monierte Unstimmigkeiten bei der Aussagekraft der vorgelegten Einarm-Studie.

Erholung trotz Unsicherheit

Trotz des regulatorischen Rückschlags kam es in dieser Woche zu einer kräftigen Gegenbewegung. Am 13. Mai sprang der Kurs um rund 30 Prozent auf 5,30 Dollar. Wenige Tage zuvor hatte die Aktie noch 8,11 Prozent verloren.

Als Treiber gilt vor allem ein Führungswechsel bei der FDA. Der Abgang wichtiger Figuren wie Marty Makary wurde am Markt als mögliche Öffnung für mehr regulatorische Flexibilität interpretiert. Das nährt Spekulationen, Replimune könnte die Zulassung für RP1 unter veränderten Bedingungen erneut anstoßen.

ASCO rückt in den Mittelpunkt

Jetzt richtet sich der Blick auf den ASCO-Jahreskongress, der in der zweiten Maihälfte beginnt. Replimune hat dort mehrere wichtige Updates angekündigt.

  • 30. Mai: mündliche Präsentation zu den 3-Jahres-Überlebensdaten aus der IGNYTE-Studie für Melanom-Patienten nach Anti-PD-1-Versagen
  • 31. Mai: Finaldaten der Phase-1-Studie zu RP2 mit Sicherheits-, Wirksamkeits- und Biomarker-Daten, als Monotherapie und in Kombination mit Nivolumab

Diese Termine sind für die Post-CRL-Strategie des Unternehmens zentral. RP1 bleibt zwar der wichtigste Vermögenswert, doch RP2 könnte mit Blick auf Leber-assoziierte Indikationen wie metastasiertes Uveamelanom eine zweite Perspektive liefern.

Liquidität verschafft Luft

Operativ hat Replimune nach dem regulatorischen Rückschlag hart gegengesteuert. Das Unternehmen hat die Belegschaft um 60 Prozent reduziert, was etwa 161 Stellen an den Standorten in Massachusetts betrifft.

In der Kasse liegen rund 269 Millionen Dollar an liquiden Mitteln und kurzfristigen Anlagen. Zusammen mit Kostensenkungen und einer angepassten Kreditvereinbarung soll das nach Unternehmensangaben bis ins späte erste Quartal 2027 reichen. Diese Reichweite braucht Replimune vor allem für die laufende bestätigende Phase-3-Studie IGNYTE-3. Ende Mai dürfte daher der wissenschaftliche Teil wieder stärker in den Vordergrund rücken.

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