Revolut Aktie: 100 Millionen Kunden bis Mitte 2027

Revolut strebt bis Mitte 2027 die Marke von 100 Millionen Kunden an. Der Fokus liegt auf Wealth Management, Firmenkunden und Krediten.

Die Kernpunkte:
  • 100 Millionen Kunden bis 2027
  • Ausbau von Wealth Management
  • Firmenkundengeschäft wächst stark
  • Expansion bei Krediten geplant

Revolut wächst längst über klassisches Online-Banking hinaus. Der Fintech-Konzern baut gerade an einem breiteren Finanzsystem, in dem Vermögensverwaltung, Firmenkunden und Handel eine größere Rolle spielen.

Der wichtigste Punkt ist der nächste Skalenschritt: 100 Millionen Kunden weltweit. Dieses Ziel peilt das Unternehmen für Mitte 2027 an. Dafür muss Revolut vor allem in Europa weiter zulegen und zugleich neue Märkte schneller erschließen.

Vom Zahlungsdienst zum Ökosystem

Die britische Banklizenz, die Revolut Anfang 2026 erhalten hat, verschiebt den Fokus spürbar. Mehr Gewicht bekommen Segmente mit höheren Margen, vor allem Wealth Management und Geschäftskunden. Das passt zu einer Branche, in der viele Anbieter von reinen Zahlungslösungen weg wollen.

Im Firmenkundengeschäft verarbeitet Revolut inzwischen jedes Jahr Transaktionen im Umfang von mehreren hundert Milliarden Dollar. Der Konzern setzt dabei auf neue Unternehmensprodukte und Treueprogramme. Das stärkt die wiederkehrenden Erlöse und macht das Geschäft weniger abhängig von Konsumzahlungen.

Auch im Anlagebereich zieht Revolut die Plattform tiefer auf. Eine eigenständige Investment-App bietet Zugang zu Tausenden Instrumenten, darunter Aktien, ETFs und Rohstoffe. In mehreren internationalen Märkten hat das Unternehmen komplexere Handelsprodukte integriert. Damit rückt es näher an etablierte Online-Broker heran.

Wo das Wachstum herkommen soll

Die nächste Phase hängt stark davon ab, ob Revolut aus seiner großen Nutzerbasis auch aktive Kunden für komplexere Produkte macht. Genau dort liegt die Chance. Viele Nutzer kennen die App bereits, aber noch lange nicht alle handeln Wertpapiere oder nutzen Firmenlösungen.

  • Ziel: 100 Millionen Kunden
  • Zeitraum: Mitte 2027
  • Nutzerbasis heute: mehr als 70 Millionen
  • B2B-Volumen: mehrere hundert Milliarden Dollar pro Jahr

Hinzu kommt die Expansion bei Krediten. Nach der Banklizenz will Revolut Hypotheken und Privatkredite in wichtigen Märkten ausbauen. Solche Produkte sind für Banken oft besonders interessant, weil sie zusätzliche Erträge bringen und Kunden enger binden.

Parallel dazu bleibt die Zusammenarbeit mit Abwicklungs- und Clearing-Partnern wichtig. Ohne diese Infrastruktur lässt sich eine Brokerage-Plattform kaum sauber skalieren. Obendrein muss Revolut profitabel bleiben, während mehr Umsätze aus Abos und Vermögensverwaltung kommen.

Konkurrenz um die Super-App

Revolut folgt einem klaren Branchentrend. Banking, Anlagegeschäft und Firmen-Tools sollen in einer Oberfläche zusammenlaufen. Genau dieses Modell setzen inzwischen auch große Banken und spezialisierte Fintechs an.

Pilotmärkte wie Griechenland und Tschechien liefern dafür erste Hinweise. Dort hat Revolut seine Investmentfunktionen bereits getestet. Gelingt die breite Einführung, könnte das den Weg für den nächsten Wachstumsschub ebnen.

Der Konzern hält einen großen Teil seiner Vermögenswerte in liquiden Fonds und Staatsanleihen. Das zeigt eine vorsichtige Bilanzpolitik trotz der schnellen Expansion. Für die kommenden Monate bleibt damit vor allem relevant, wie rasch Revolut aus Reichweite echte Nutzung macht. Mitte 2027 dürfte sich zeigen, ob die 100-Millionen-Marke nur ein ambitioniertes Ziel bleibt oder zum nächsten Meilenstein wird.

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