Revolution Medicines Aktie: Daraxonrasib verdoppelt Überlebenszeit auf 13,2 Monate

Revolution Medicines' Krebsmittel Daraxonrasib zeigt bei Bauchspeicheldrüsenkrebs verdoppelte Überlebenszeit und hohes Aktienplus.

Die Kernpunkte:
  • Stehende Ovationen auf der ASCO-Konferenz
  • Überlebenszeit fast verdoppelt auf 13,2 Monate
  • FDA-Zulassung mit Priority-Voucher geplant
  • Aktie seit Jahresbeginn um 114,8 Prozent gestiegen

Auf der weltweit größten Krebskonferenz ASCO in Chicago gab es am vergangenen Wochenende einen besonderen Moment. Als die Daten der Phase-3-Studie RASolute 302 präsentiert wurden, erhoben sich die Forscher und Ärzte im Saal zu stehenden Ovationen.

Der Grund: Das Medikament Daraxonrasib von Revolution Medicines zeigt bei Bauchspeicheldrüsenkrebs eine beispiellose Wirkung. Die mittlere Gesamtüberlebenszeit verdoppelte sich fast auf 13,2 Monate – gegenüber 6,7 Monaten unter Chemotherapie. Das Sterberisiko sank um 60 Prozent.

Der Durchbruch bei Pankreaskrebs

Daraxonrasib greift gezielt das KRAS-Protein an, das bei über 90 Prozent aller Bauchspeicheldrüsenkrebs-Erkrankungen als Treibermutation wirkt. Anders als frühere Wirkstoffgenerationen blockiert das Mittel das Protein in seinem aktiven Zustand.

Die Studienergebnisse sprechen eine klare Sprache: Das progressionsfreie Überleben verlängerte sich auf 7,2 Monate (Chemotherapie: 3,6). Die Ansprechrate stieg von 11,2 auf 31,6 Prozent. Revolution Medicines will nun bei der US-Arzneimittelbehörde FDA die Zulassung beantragen und setzt dabei auf einen Priority-Voucher, um das Verfahren zu beschleunigen.

Kein Wunder, dass die Aktie des Biotech-Unternehmens am Freitag auf 145 Euro zulegte. Damit notiert das Papier 22 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt von 118,64 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus auf stolze 114,8 Prozent.

Kosten der Forschung

Die Erfolge haben ihren Preis. Im ersten Quartal 2026 verbuchte Revolution Medicines einen Nettoverlust von 453,8 Millionen Dollar – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Die Forschungsausgaben stiegen auf 344 Millionen Dollar.

Die finanzielle Basis bleibt dennoch solide. Zum Quartalsende lagen 1,9 Milliarden Dollar in der Kasse. Im April kamen zusätzlich 2,1 Milliarden Dollar aus Kapitalerhöhungen hinzu. Insgesamt verfügt das Unternehmen nun über rund 4 Milliarden Dollar. Der nächste Quartalsbericht wird für August 2026 erwartet.

Neben Daraxonrasib arbeitet Revolution Medicines an zwei weiteren Wirkstoffen: Elironrasib und Zoldonrasib. Alle drei gehören zur Klasse der RAS(ON)-Inhibitoren und befinden sich in unterschiedlichen klinischen Phasen.

Für die Aktionäre dürfte die nächste Wegmarke die Einreichung der Zulassungsunterlagen bei der FDA sein. Gelingt die Marktzulassung, wäre Daraxonrasib das erste zugelassene Medikament dieser neuartigen Wirkstoffklasse. Die Aktie reagiert auf jede regulatorische Neuigkeit erfahrungsgemäß heftig – die annualisierte Volatilität der vergangenen 30 Tage liegt bei 42 Prozent.

Anzeige

Revolution Medicines-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Revolution Medicines-Analyse vom 21. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Revolution Medicines-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Revolution Medicines-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Revolution Medicines: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Revolution Medicines