Rheinmetall: 40–45 Prozent Umsatzwachstum 2026 bestätigt
Rheinmetall verfehlt Umsatzerwartungen im ersten Quartal, bestätigt aber die ambitionierte Jahresprognose. Die Aktie reagiert dennoch positiv.

- Umsatz bleibt hinter Analystenschätzungen zurück
- Operative Marge verbessert sich leicht
- Free Cashflow fällt negativ aus
- Jahresziele unverändert bestätigt
Weniger Umsatz als erwartet — und trotzdem steigt die Aktie. Rheinmetall hat mit seinen vorläufigen Zahlen für das erste Quartal 2026 eine interessante Botschaft gesendet: Nicht die Vergangenheit zählt, sondern was das Management für den Rest des Jahres verspricht.
Umsatz verschoben, Marge hält
Der Konzern erzielte im ersten Quartal einen Umsatz von 1,938 Milliarden Euro — ein Wachstum von 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, aber deutlich unter der Konsenserwartung von 2,3 Milliarden Euro. Als Ursache nennt Rheinmetall Lieferverzögerungen: Die vollständige Wiederaufnahme der Produktion am spanischen Standort Murcia sowie die Übergabe vorproduzierter Lastwagen an einen deutschen Kunden verschieben sich ins zweite Quartal.
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Das operative Ergebnis stieg von 191 auf 224 Millionen Euro. Die operative Marge verbesserte sich auf 11,6 Prozent — im Rahmen der Erwartungen und ein Plus gegenüber den 10,5 Prozent des Vorjahresquartals.
Cashflow belastet, Jahresziel unangetastet
Weniger erfreulich: Der operative Free Cashflow war mit minus 285 Millionen Euro deutlich negativ, während Analysten einen Zufluss von rund 181 Millionen Euro erwartet hatten. Rheinmetall begründet das mit steigenden Investitionsausgaben, Betriebskapitalaufbau und geringen Kundenanzahlungen. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern dennoch mit einer Cash Conversion Rate von über 40 Prozent.
Das Management hält an der Jahresprognose fest: Umsatzwachstum von 40 bis 45 Prozent und eine operative Marge von rund 19 Prozent. Das setzt eine erhebliche Beschleunigung ab dem zweiten Quartal voraus — die verschobenen Lieferungen sollen genau das liefern.
Kurs erholt sich, bleibt aber unter Druck
Die Aktie legte am 5. und 6. Mai zu und notiert aktuell bei rund 1.433 Euro. Auf Sieben-Tage-Sicht steht ein Plus von gut 7 Prozent. Das Bild über längere Zeiträume ist allerdings trüber: Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 10,5 Prozent verloren, gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von 1.995 Euro fehlen noch mehr als 28 Prozent. Der RSI von 76 signalisiert kurzfristig überkaufte Verhältnisse — das dürfte die Aufwärtsdynamik der vergangenen Tage zumindest bremsen.
Ob das zweite Quartal die versprochene Aufholjagd tatsächlich liefert, entscheidet sich spätestens mit den finalen Quartalszahlen. Die verschobenen Lieferungen aus Murcia und das Lastwagen-Geschäft sind dann der erste konkrete Prüfstein für die ambitionierte Jahresprognose.
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