Rheinmetall Aktie: 12,22 Prozent in 30 Tagen

Rheinmetall-Aktie steigt trotz chinesischer Exportkontrollen um 2,4 Prozent und setzt Erholungstrend fort. Analysten sehen Gegenbewegung im Abwärtstrend.

Die Kernpunkte:
  • Aktie legt um 2,38 Prozent zu
  • China verhängt Exportkontrollen gegen Konzern
  • 30-Tage-Plus von über zwölf Prozent
  • Jahresminus bleibt bei knapp 32 Prozent

Rheinmetall gehört am Montag zu den stärksten Werten im DAX. Die Aktie klettert um 2,38 Prozent auf 1.057,20 Euro und setzt damit ihre Erholung der vergangenen Wochen fort. Bemerkenswert daran: Der Kursanstieg trotzt einer handfesten geopolitischen Belastung.

China hatte Exportkontrollen gegen 14 europäische Unternehmen verhängt, darunter den deutschen Rüstungskonzern. Die Maßnahme kam als Reaktion auf EU-Sanktionen gegen chinesische und Hongkonger Einrichtungen. Genau diese Nachricht hatte den Kurs zuletzt belastet.

Der Markt schüttelt die Belastung ab

Die Rheinmetall-Aktie zeigt sich von den chinesischen Sanktionen bislang unbeeindruckt. Statt weiter nachzugeben, hat der Titel in den vergangenen 30 Tagen um 12,22 Prozent zugelegt. Die Erholung scheint stärker zu wiegen als die politische Belastung.

Das ist bemerkenswert. Exportkontrollen eines wichtigen Handelspartners sind normalerweise kein Kurstreiber. Offenbar überwiegen bei Investoren andere Faktoren – etwa die generelle Nachfrage nach Verteidigungswerten oder eine technische Gegenbewegung nach den scharfen Verlusten der Vormonate.

Der Blick auf das große Bild bleibt gedämpft

Die Erholung darf nicht über die Gesamtlage hinwegtäuschen. Seit Jahresbeginn steht die Aktie noch immer mit 31,90 Prozent im Minus. Der Rückstand zum bisherigen 52-Wochen-Hoch beträgt weiterhin knapp 47 Prozent.

Kurz gesagt: Die jüngste Rally ist eine Gegenbewegung, kein Befreiungsschlag aus dem langfristigen Abwärtstrend. Der große Kursverfall der vergangenen Monate lässt sich mit den aktuellen Gewinnen bei Weitem nicht ausgleichen.

Für die kommenden Wochen bleibt entscheidend, ob sich die Erholung fortsetzt oder ob geopolitische Risiken wie die chinesischen Exportkontrollen doch noch stärker auf den Kurs durchschlagen. Bislang hat der Markt diese Belastung ignoriert – ob das so bleibt, wird sich zeigen, sobald neue Nachrichten aus Peking oder Brüssel eintreffen.

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