Rheinmetall Aktie: 135 Milliarden Euro Backlog bis Jahresende
Rheinmetall präsentiert sich auf Investorenkonferenzen, während die Aktie unter Druck steht. Ein Rekordauftragsbestand von 73 Milliarden Euro kann den negativen Cashflow nicht ausgleichen.

- Management wirbt auf Roadshows um Vertrauen
- Auftragsbestand erreicht 73 Milliarden Euro
- Negativer Cashflow belastet Aktienkurs
- Analysten bestätigen langfristiges Potenzial
Rheinmetall stemmt sich gegen die Vertrauenskrise an der Börse. Der Rüstungskonzern präsentiert sich derzeit auf Finanzkonferenzen in New York und London – mit einer klaren Botschaft: Die operative Basis stimmt, die Aufträge sind da. Nur der Kurs macht nicht mit.
Roadshow gegen die Zweifel
In den vergangenen zwei Tagen war das Management auf der Berenberg European Conference in New York und der Barclays European Leadership Conference in London. Ziel: Großinvestoren persönlich abholen, die Skepsis ausräumen. Der Anlass dafür liegt auf dem Parkett: Die Aktie markierte am 13. Mai ein 52-Wochen-Tief bei 1.118 Euro.
Derzeit notiert das Papier bei 1.243,80 Euro – ein Plus von 2,3 Prozent am Freitag, aber auf Jahressicht ein Minus von 22,34 Prozent. Vom Allzeithoch bei 1.995 Euro trennen den Kurs 37,65 Prozent. Der RSI von 85,6 Punkten signalisiert zwar eine überkaufte technische Verfassung, die fundamentale Geschichte ist es nicht.
73 Milliarden im Auftragsbuch – aber der Cashflow fehlt
Die Zahlen sind imposant: Der Auftragsbestand lag Ende des ersten Quartals bei rund 73 Milliarden Euro. Bis Jahresende peilt Rheinmetall ein Volumen von 135 Milliarden Euro an. Rund 97 Prozent des geplanten Jahresumsatzes 2026 sind bereits durch Aufträge gedeckt.
Doch die Anleger zögern. Hauptgrund: Im ersten Quartal floss ein negativer freier Cashflow – verursacht durch den strategischen Aufbau von Lagerbeständen. Hinzu kommen Verzögerungen bei einzelnen Auslieferungen. Der Markt will liefern sehen, nicht nur Rekordzahlen im Backlog.
Analysten halten Kurs – mit angepassten Zielen
Die Reaktionen auf die Management-Präsentationen fielen überwiegend konstruktiv aus. Barclays bestätigte die Einstufung „Overweight“ mit einem Kursziel von 2.035 Euro. Die langfristige Investmentstory bleibe intakt, so die Analysten.
Jefferies senkte das Kursziel zwar von 2.200 auf 1.890 Euro, hält aber an der Kaufempfehlung fest. Der Markt warte auf den konkreten Vollzug der Auslieferungen – dann könnte sich das Blatt wenden.
Zweites Quartal als Bewährungsprobe
Rheinmetall hält an der Jahresprognose fest: 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro Umsatz, eine operative Marge von rund 19 Prozent. Der Vorstand erwartet im laufenden Quartal eine deutliche Beschleunigung, vor allem im Marinebereich und bei militärischen Fahrzeugen.
Gelingen die großvolumigen Beauftragungen, könnte die Aktie aus ihrer Seitwärtsrange zwischen 1.235 und 1.240 Euro ausbrechen. Bleiben die Auslieferungen hinter den Erwartungen zurück, droht neuer Druck. Das zweite Quartal wird zum Lackmustest für die Glaubwürdigkeit der Roadshow.
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