Rheinmetall Aktie: 155-mm-Großbestellung im dreistelligen Millionen-Bereich

Rheinmetall steigert das operative Ergebnis im zweiten Quartal um 115 Prozent. Ein Munitionsauftrag und Jahresziele prägen den Ausblick.

Die Kernpunkte:
  • Neue Munitionsbestellung im dreistelligen Millionenbereich
  • Operatives Ergebnis steigt um 115 Prozent
  • Goldman Sachs bestätigt Kursziel von 2.300 Euro
  • Aktie seit Jahresbeginn 35 Prozent schwächer

Rheinmetall verzeichnet im laufenden Geschäftsjahr eine anhaltend hohe Nachfrage aus dem Verteidigungssektor. Am 14. September sicherte sich der Konzern eine neue Großbestellung über eine fünfstellige Anzahl von 155-Millimeter-Artilleriegeschossen für einen internationalen Kunden. Das gesamte Auftragsvolumen bewegt sich im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich, wobei die Lieferungen bis Ende 2027 erfolgen sollen.

Rückenwind durch Munitionsbedarf und Flottenmodernisierung

Die Auslastung der Produktionskapazitäten spiegelt sich auch in den Einschätzungen von Marktbeobachtern wider. Analyst Sam Burgess von Goldman Sachs sah am 8. September weiterhin Spielraum für die Notierung und bestätigte ein Kursziel von 2.300 Euro. Der Experte hob hervor, dass selbst unter pessimistischen Annahmen für das Munitionsgeschäft ein erhebliches Bewertungspotenzial bestehe.

Das Neugeschäft erstreckt sich über mehrere Sparten des Konzerns. Rheinmetall Canada liefert im Rahmen einer jüngsten Vereinbarung Ersatzkomponenten für mobile Startgeräte an die US-Navy. Zudem sicherte sich das Unternehmen im Verlauf des Sommers Aufträge für mobile Rettungsstationen der Bundeswehr sowie die Modernisierung der Fregatte Bayern der Deutschen Marine.

Hohes Wachstumstempo im operativen Geschäft

Die rege Nachfrage schlägt sich auch in der Bilanz nieder. Im zweiten Quartal kletterte das operative Ergebnis um 115 Prozent auf 562 Millionen Euro. Die Erlöse verzeichneten im Vorjahresvergleich einen deutlichen Zuwachs von mehr als zwei Dritteln.

Für das Gesamtjahr stellt das Management Erlöse von bis zu 14,2 Milliarden Euro in Aussicht. Die operative Marge soll dabei rund 19 Prozent erreichen. Frische Impulse für den weiteren Jahresverlauf erwarten Marktteilnehmer am 5. November, wenn die Kennzahlen zum dritten Quartal vorgelegt werden.

Die anhaltende Ausweitung der Auftragsbücher verdeutlicht die strategische Rolle des Konzerns bei der Ausrüstung westlicher Streitkräfte. Gleichzeitig beobachten Anleger aufmerksam, wie effizient Rheinmetall die umfangreiche Projektpipeline in den kommenden Quartalen abarbeitet, um die ambitionierten Jahresziele zu erreichen.

Kursentwicklung im bisherigen Jahresverlauf

Trotz des operativen Wachstums spiegelte sich der Geschäftsverlauf an den Finanzmärkten zuletzt nur bedingt wider. Am Freitag beendete die Aktie den Handel bei 1.016,00 Euro. Seit Jahresanfang summiert sich das Minus damit auf 35 Prozent, womit der Titel einen deutlichen Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 2.007,00 Euro aufweist.

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