Rheinmetall Aktie: 19-Prozent-Crash am 25. Juni

Der Rüstungskonzern verliert nach dem Stopp des Fregattenprojekts zehn Milliarden Euro an Börsenwert. Analysten sehen den Kurssturz als übertrieben an.

Die Kernpunkte:
  • Kurssturz um fast 19 Prozent
  • Fregattenprojekt F126 gestoppt
  • Analysten halten Abverkauf für übertrieben
  • Auftragsbestand bleibt mit 64 Milliarden Euro hoch

Die Bundesregierung streicht das Fregattenprojekt F126. Für Rheinmetall bedeutet das einen massiven Rückschlag. Der Rüstungskonzern verlor innerhalb weniger Tage rund zehn Milliarden Euro an Börsenwert.

Am 25. Juni stürzte der Kurs um fast 19 Prozent ab. Die Marktkapitalisierung schrumpfte auf 44 Milliarden Euro.

Der Schlusskurs lag am Freitag bei 940,60 Euro. Auf Wochensicht büßte das Papier fast 22 Prozent ein. Der RSI-Wert von 23,7 signalisiert einen stark überverkauften Markt.

Experten halten den Abverkauf für übertrieben. Die DZ Bank senkte ihr Kursziel auf 1.705 Euro ab. Die Analysten raten aber weiterhin zum Kauf. Der entgangene Gewinn rechtfertigt den enormen Wertverlust aus ihrer Sicht nicht.

Fokus auf Verteidigung

Rheinmetall treibt den Umbau konsequent voran. Die Sparte für Autozulieferung steht zum Verkauf. Das Management lenkt das gesamte Kapital in das Verteidigungsgeschäft.

Neue Aufträge federn den Fregatten-Schock ab. Die Bundeswehr bestellt 23 modernisierte Bergepanzer des Typs Büffel. Rheinmetall liefert diese ab Dezember 2027 aus.

Parallel dazu baut der Konzern sein Netzwerk aus. Eine neue Partnerschaft mit der griechischen GEK TERNA sichert lokale Produktionskapazitäten. Die Unternehmen wollen militärische Systeme gemeinsam warten und modernisieren.

Volle Auftragsbücher

Die langfristigen Ziele bleiben ambitioniert. Rheinmetall peilt für 2026 einen Umsatz von bis zu 14,5 Milliarden Euro an. Die operative Marge soll bei rund 19 Prozent liegen.

Der Auftragsbestand stützt diese Prognose. Ende 2025 lag der Backlog bei knapp 64 Milliarden Euro. Darin sind auch erwartete Abrufe aus Rahmenverträgen enthalten.

Der nächste Meilenstein steht bereits fest. Investoren warten nun auf den kommenden Quartalsbericht. Dieser liefert konkrete Zahlen zu den finanziellen Folgen des F126-Stopps.

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