Rheinmetall Aktie: 23 Bergepanzer für 360–500 Millionen

Rheinmetall sichert sich Bundeswehr-Auftrag über Bergepanzer, doch die Aktie zeigt kaum Reaktion und notiert weit unter dem Jahreshoch.

Die Kernpunkte:
  • Bundeswehr bestellt 23 Bergepanzer Büffel
  • Auftragswert zwischen 360 und 500 Millionen Euro
  • Erste Auslieferung für Dezember 2027 geplant
  • Aktie bleibt trotz Auftrag im Minus

Die Bundeswehr ordert 23 Bergepanzer. Rheinmetall erhält den Zuschlag — und die Aktie reagiert trotzdem kaum.

Der Auftrag dient der Wiederauffüllung der Bundeswehr-Bestände. Deutschland hatte zuvor 21 ältere Bergepanzer 2 sowie zwei modernere Bergepanzer 3 an die Ukraine abgegeben. Nun kauft die Bundeswehr die modernisierte A2-Variante des „Büffel“ zurück.

Volumen zwischen 360 und 500 Millionen Euro

Das Auftragsvolumen liegt je nach Quelle zwischen rund 360 Millionen und knapp 500 Millionen Euro. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hatte die Mittel bereits am 10. Juni freigegeben. Mit der vertraglichen Fixierung startet jetzt die operative Umsetzung.

Die ersten Fahrzeuge soll Rheinmetall im Dezember 2027 ausliefern. Die letzte Lieferung ist für Juni 2029 geplant. Der Bergepanzer 3 Büffel basiert auf dem Fahrgestell des Leopard 2 und trägt einen 32-Tonnen-Kran. An der Fertigung sind neben Rheinmetall auch KNDS, Rolls-Royce und Renk beteiligt.

Großer Auftrag, kleiner Anteil

Gemessen am Auftragsbestand von rund 73 Milliarden Euro macht dieser Einzelauftrag nur etwa 0,5 Prozent aus. Das zeigt, wie massiv Rheinmetalls Orderbuch inzwischen ist — und wie wenig ein dreistelliger Millionenauftrag die Gesamtlage noch bewegt.

Politisch gibt es allerdings Gegenwind. Der Bundesrechnungshof und Haushaltspolitiker warnen vor stark steigenden Rüstungspreisen. Kritiker verweisen auf signifikante Preissteigerungen der vergangenen vier Jahre. Das stützt die Margen der Hersteller, belastet aber den Verteidigungshaushalt.

Aktie weit vom Hoch entfernt

An der Börse spielt der Auftrag kaum eine Rolle. Die Rheinmetall-Aktie notiert am Dienstag bei 1.174 Euro — ein minimales Tagesminus von 0,36 Prozent. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 27 Prozent verloren. Vom 52-Wochen-Hoch bei 1.995 Euro im September 2025 trennt die Aktie ein Abstand von mehr als 40 Prozent.

Der Kurs liegt rund 8 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt. Der RSI bei 43 signalisiert weder Überverkauf noch Überhitzung. Das 52-Wochen-Tief bei 1.099 Euro vom Mai 2026 ist hingegen nur noch knapp 7 Prozent entfernt — das bleibt der entscheidende Puffer nach unten.

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