Rheinmetall Aktie: 23 Milliarden Arminius-Deal verzögert sich

Rheinmetall steigert Umsatz und Gewinn im ersten Quartal, doch verzögerte Großaufträge belasten den Aktienkurs. Der Chart zeigt einen klaren Abwärtstrend.

Die Kernpunkte:
  • Umsatz steigt auf 1,9 Milliarden Euro
  • Nettogewinn klettert auf 111 Millionen Euro
  • Großauftrag Arminius verzögert sich
  • Charttechnisch tiefer Abwärtstrend

Operativ jagt Rheinmetall von einem Rekord zum nächsten, an der Börse dominiert zunehmend Skepsis. Die Düsseldorfer Waffenschmiede wächst und bestätigt ambitionierte Jahresziele. Dennoch trennen den Kurs aktuell fast 40 Prozent von seinem Allzeithoch aus dem vergangenen Herbst. Bei Investoren wächst die Nervosität, da sich entscheidende Großaufträge merklich verzögern.

Verschobene Umsätze belasten das Bild

Im ersten Quartal steigerte der Rüstungskonzern seinen Umsatz auf gut 1,9 Milliarden Euro. Der Nettogewinn kletterte im gleichen Schritt auf 111 Millionen Euro. Das Problem liegt im Detail: Mehrere Projektabrechnungen verschoben sich zeitlich nach hinten, wodurch die publizierten Zahlen schwächer wirkten als die tatsächliche operative Dynamik.

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Für das Gesamtjahr hält das Management strikt Kurs. Der Umsatz soll um bis zu 45 Prozent auf maximal 14,5 Milliarden Euro wachsen. Die angepeilte operative Marge liegt bei rund 19 Prozent.

Der Arminius-Knoten

Der größte Kurstreiber lässt derweil weiter auf sich warten. Die Bundeswehr bereitet unter dem Projektnamen „Arminius“ die Beschaffung tausender Boxer-Radpanzer vor. Rheinmetall-CEO Armin Papperger rechnet nun frühestens im zweiten Halbjahr mit einem Vertragsabschluss. Zuvor stand das Frühjahr im Raum.

Aktuell hakt es an administrativen Details, etwa der Frage, ob die europäische Agentur OCCAR oder direkt das deutsche Beschaffungsamt den Vertrag zeichnet. Die Investmentbank Berenberg geht mittlerweile von einer Bestellung über 3.000 Fahrzeuge im Wert von 23 Milliarden Euro aus. Trotz einer leichten Reduzierung der Volumenschätzung betonen die Analysten die starke Ausgangslage: Bereits jetzt sind 62 Prozent des geplanten Umsatzes für 2027 durch feste Aufträge gesichert.

Abseits der klassischen Landsysteme erschließt der Konzern ein neues Geschäftsfeld. Gemeinsam mit dem Raumfahrtunternehmen OHB plant Rheinmetall den Aufbau eines militärischen Satellitennetzwerks für die Bundeswehr. Das Volumen für dieses Projekt im niedrigen Erdorbit wird auf acht bis zehn Milliarden Euro taxiert. Das Bundeskartellamt genehmigte das Gemeinschaftsunternehmen bereits im April.

Harte charttechnische Realität

Trotz dieser Perspektiven spricht der Chart eine andere Sprache. Mit einem aktuellen Kurs von rund 1.211 Euro notiert das Papier tief im roten Bereich und verzeichnet seit Jahresbeginn ein Minus von gut 24 Prozent. Der Abstand zur wichtigen 200-Tage-Linie beträgt über 26 Prozent, was den intakten Abwärtstrend auf allen Zeitebenen unterstreicht.

Die Analystenzunft bleibt angesichts der vollen Bücher dennoch optimistisch. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 2.097 Euro. Erfüllt sich die Konzernprognose, wächst der Auftragsbestand bis Ende Dezember auf rund 135 Milliarden Euro an. Das zweite Halbjahr liefert die Entscheidung, ob die ausstehenden Mega-Deals die Lücke zwischen operativer Realität und Börsenkurs schließen.

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