Rheinmetall Aktie: 24 Skyranger-35 für Rumänien
Trotz eines 5,7-Milliarden-Auftrags für Flugabwehrsysteme bleibt die Aktie im Abwärtstrend und notiert nahe dem Jahrestief.

- Rumänien bestellt Skyranger-Flugabwehrsysteme
- Auftragsvolumen von 5,7 Milliarden Euro
- Aktie fällt trotz voller Auftragsbücher
- RSI zeigt stark überverkauften Markt
Rumänien bestellt im großen Stil bei Rheinmetall. Der Rüstungskonzern liefert modernste Flugabwehrsysteme für die NATO-Ostflanke. Am Aktienmarkt löst das aber keine Euphorie aus. Die Papiere stecken tief in der Korrektur fest.
Milliardenpaket wird konkret
Die aktuelle Meldung füllt eine frühere Ankündigung mit Leben. Anfang Juni meldete Rheinmetall ein rumänisches Beschaffungspaket über 5,7 Milliarden Euro. Jetzt stehen die Details für die Luftverteidigung fest.
Das Land kauft 24 Skyranger-35-Systeme. Sie werden auf der Lynx-Plattform integriert. Hinzu kommen sieben Skynex-Anlagen und zwei Millennium-Geschütze für den maritimen Einsatz.
Zwischen 2028 und 2030 will der Konzern die Technik ausliefern. Ein großer Teil der Wertschöpfung bleibt direkt in Rumänien. Das stärkt die lokale Rüstungsindustrie.
Technik gegen Drohnen
Operativ trifft Rheinmetall den Nerv der Zeit. Der Skyranger 35 schützt im Nahbereich gegen Drohnen und klassische Luftbedrohungen. Das System nutzt eine 35-Millimeter-Revolverkanone und moderne Radarsensorik.
Rumänien reagiert damit auf konkrete Sicherheitsrisiken. Zuletzt gab es mehrfach Drohnenvorfälle im rumänischen Luftraum. Rheinmetall platziert den Auftrag deshalb explizit als Stärkung der NATO-Ostflanke.
Auch abseits von Rumänien läuft das operative Geschäft. In Großbritannien baute das Unternehmen gerade das hundertste Boxer-Fahrzeug. Parallel bewirbt sich Rheinmetall mit OHB um das deutsche Satellitennetzwerk SATCOMBw 4.
Kurssturz trotz voller Bücher
Die Börse honoriert diese Programmtiefe aktuell kaum. Die Rheinmetall-Aktie notiert bei 947,90 Euro und schaffte heute nur ein minimales Plus. Seit Jahresbeginn brach der Wert um 40,81 Prozent ein.
Der Blick auf die Indikatoren zeigt extreme Schwäche. Das Papier fiel gestern auf ein 52-Wochen-Tief bei 902,50 Euro. Ein RSI-Wert von 24,4 signalisiert einen stark überverkauften Markt.
Die Diskrepanz zwischen operativer Stärke und schwachem Aktienkurs wächst. Neue Großaufträge füllen zwar die Bücher für die nächsten Jahre. Die Folge: Ohne eine schnelle Rückeroberung der psychologischen 1.000-Euro-Marke bleibt der Abwärtstrend im Chart intakt.
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