Rheinmetall Aktie: 25 Millionen Euro für MGCS

Das deutsch-französische Panzerprojekt MGCS steht vor dem Scheitern. Rheinmetall-Chef Papperger warnt vor Budgetkürzungen und einem möglichen Ausstieg Frankreichs.

Die Kernpunkte:
  • MGCS-Projekt wackelt massiv
  • Frankreich erwägt Budgetkürzungen
  • Rheinmetall-Aktie fällt deutlich
  • Geopolitische Faktoren belasten Sektor

Ein drohendes Ende beim deutsch-französischen Kampfflugzeug FCAS war erst der Anfang. Jetzt wackelt auch das milliardenschwere Panzerprojekt MGCS gewaltig. Rheinmetall-Chef Armin Papperger schlug am Montag auf der Branchenmesse Eurosatory Alarm. Die Anleger reagierten prompt und schickten die Aktie auf Talfahrt.

Risse im Panzer-Pakt

Die strategische Rüstungskooperation zwischen Berlin und Paris bröckelt. Papperger warnte deutlich. Frankreich könnte das Budget für das Main Ground Combat System drastisch kürzen. Sogar ein kompletter Ausstieg steht im Raum.

Das Projekt läuft bereits seit rund zehn Jahren. Bisher kam es kaum über die Planungsphase hinaus. Den beteiligten Firmen flossen laut dem CEO lediglich 25 Millionen Euro zu. Papperger kritisierte das Umsetzungstempo scharf als „sehr langsam“.

Wettbewerb um Zwischenlösungen

Offiziell war das neue Kampfsystem für die 2040er Jahre geplant. Frankreichs Verteidigungsministerin Vautrin bestätigte nun eine Verzögerung um etwa ein Jahrzehnt. Die Folge: Ein verschärfter Wettbewerb um lukrative Zwischenlösungen.

Als Antwort präsentierte KNDS das Konzept „Capint“. Dieser Panzer nutzt ein Leopard-Fahrwerk und soll Frankreichs veraltete Leclerc-Flotte ersetzen. Parallel baut Rheinmetall mit KNDS Deutschland an einem inoffiziellen „Leopard 3“ für die 2030er Jahre. Dazu bringt der Konzern seinen eigenen Panther KF51 in Stellung.

Geopolitik drückt den Kurs

An der Börse hinterließen diese Unsicherheiten tiefe Spuren. Die Rheinmetall-Aktie fiel am Montag auf 1.147,20 Euro. Seit Jahresbeginn summieren sich die Verluste damit auf rund 26 Prozent.

Erschwerend kommt für den gesamten Sektor die Geopolitik hinzu. Am Freitag sollen die USA und der Iran in Genf ein Friedensabkommen unterzeichnen. Diese diplomatische Annäherung löste am deutschen Aktienmarkt eine Sektorenrotation aus.

Während der Gesamtmarkt stieg, knickte Hensoldt um gut fünf Prozent ein. Auch RENK gab um knapp zwei Prozent nach. Hält bei Rheinmetall nun die charttechnische Unterstützung von 1.115 Euro nicht, droht der nächste Ausverkauf.

Anzeige

Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 16. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rheinmetall: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Rheinmetall