Rheinmetall Aktie: 39 Prozent vom Allzeithoch entfernt
Rheinmetall verzeichnet trotz Rekordaufträgen und milliardenschwerer Deals einen deutlichen Kursverlust. Die Aktie notiert weit unter ihren gleitenden Durchschnitten.

- Aktie verliert über sechs Prozent
- Auftragsbücher dank Aufrüstung voll
- Kurs weit unter gleitenden Durchschnitten
- Anleiheemission erfolgreich platziert
Rheinmetall steckt mitten in der europäischen Aufrüstung. Milliarden-Deals mit Rumänien, neue Bundeswehr-Abrufe, Produktionskapazitäten im Ausbau. Die Auftragsbücher quellen über. Trotzdem fällt die Aktie.
Mit 1.211,20 Euro verliert das Papier heute 6,22 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 24,37 Prozent zu Buche, auf Zwölf-Monats-Sicht sogar 34,49 Prozent. Vom Allzeithoch bei 1.995 Euro im September 2025 hat sich der Kurs um 39,29 Prozent entfernt. Das 52-Wochen-Tief von 1.118 Euro rückt wieder näher.
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Vom Momentum zur Schwerindustrie
Die Euphorie der Zeitenwende ist verflogen. Anleger blickten lange auf das unbegrenzte Potenzial. Jetzt zählt die industrielle Realität. Großaufträge einsammeln ist eine Sache. Sie in Umsatz, stabile Lieferketten und Margen zu übersetzen, eine andere.
Der Konzern wächst rasant. Lynx-Schützenpanzer für Rumänien, Transportfahrzeuge für die Bundeswehr, Prüfung neuer Kooperationen wie das VW-Werk Osnabrück für militärische Fertigung. Das Management treibt die Expansion voran. Die Branche spricht von Wachstumsschmerzen.
Bondmarkt vertraut, Börse zweifelt
Ende Mai platzierten die Düsseldorfer eine Unternehmensanleihe. Institutionelle Investoren zeichneten mehrfach über. Das fundamentale Vertrauen sitzt tief.
Die Charttechnik erzählt eine andere Geschichte. Der Kurs notiert 25,76 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 1.631,42 Euro. Auch der 50-Tage-Schnitt bei 1.369,08 Euro liegt 11,53 Prozent entfernt. Der mittelfristige Trend zeigt klar abwärts.
Konsolidierung nach Vorschusslorbeeren
Rheinmetall muss sich als kapitalintensive Schwerindustrie beweisen. Die Marktkapitalisierung liegt bei 60,13 Milliarden Euro. Die Dividende betrug zuletzt 11,50 Euro je Aktie. Die Aktie atmet die extremen Bewertungen der vergangenen Jahre aus. Der Konzern wächst operativ erst in seine neue Rolle hinein.
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