Rheinmetall Aktie: 400 Systeme pro Jahr

Der Rüstungskonzern plant eine deutliche Steigerung der Kapazitäten für seine erfolgreichen Skynex- und Skyranger-Systeme. Der Auftragsbestand erreicht Rekordhöhen, während ein Drohnenauftrag noch offen ist.

Die Kernpunkte:
  • Verdopplung der jährlichen Luftabwehr-Produktion geplant
  • Starke Nachfrage nach wirtschaftlichen Abwehrsystemen
  • Auftragsbestand auf Rekordniveau von 63,8 Mrd. Euro
  • Umsatz- und Margenziele für 2026 ambitioniert

Während Rheinmetall an der Börse zulegt, rückt ein konkretes Produktionsziel in den Vordergrund: Bis 2027 will der Düsseldorfer Rüstungskonzern bis zu 400 Luftabwehrsysteme jährlich fertigen — nahezu eine Verdoppelung des bisherigen Volumens. Das entspricht rund acht Systemen pro Woche.

Skynex und Skyranger auf Hochtouren

Der Kapazitätsausbau zielt auf die Systemfamilien Skynex und Skyranger, die sich gegen den massenhaften Einsatz iranisch entwickelter Shahed-Drohnen durch russische Streitkräfte in der Ukraine bewährt haben. Das entscheidende Verkaufsargument ist die Wirtschaftlichkeit: Während eine Abfangrakete zwischen 500.000 und 3 Millionen US-Dollar kostet, neutralisieren rund fünf Schuss 35-mm-Munition — Wert etwa 5.000 US-Dollar — eine Shahed-Drohne, die selbst zwischen 20.000 und 50.000 US-Dollar kostet. Diese Rechnung hat europäische Beschaffer überzeugt.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rheinmetall?

Deutschland und die Niederlande haben bereits Bestellungen für den Skyranger 30 aufgegeben, Belgien prüft das System, die Schweiz plant den Erwerb von Skynex. Die Bundeswehr hat einen Gesamtbedarf von 500 bis 600 Systemen signalisiert. Die Produktion verteilt sich auf Werke in Deutschland, der Schweiz und Italien — wobei die vollen Kapazitäten wegen einer Fertigungsdauer von knapp einem Jahr pro System erst Mitte bis Ende 2027 greifen werden.

Drohnenauftrag noch offen

Weniger eindeutig ist die Lage beim Bundeswehr-Rahmenvertrag für Angriffdrohnen. Helsing und Stark Defence erhielten bereits Ende Februar Aufträge; ein dritter Vertrag für Rheinmetall wurde zurückgestellt, nachdem die eigenen Drohnensysteme bei Tests laut Insiderberichten nicht die erwarteten Ergebnisse lieferten. Das Bundesverteidigungsministerium soll einen Rahmenvertrag über bis zu 2,4 Milliarden Euro vorbereiten, macht die Festbeauftragung jedoch von einer erfolgreichen Munitionsqualifikation bis spätestens April 2027 abhängig.

Auf das Gesamtbild wirft das kaum einen Schatten. Der Auftragsbestand kletterte 2025 auf 63,76 Milliarden Euro — ein Plus von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für 2026 peilt Rheinmetall einen Umsatz von mehr als 14 Milliarden Euro und eine operative Marge von 19 Prozent an. Am 7. Mai legt das Unternehmen seine nächsten Quartalszahlen vor — dann zeigt sich, wie weit der Produktionshochlauf im laufenden Jahr bereits Fahrt aufgenommen hat.

Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 10. April liefert die Antwort:

Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rheinmetall: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Rheinmetall