Rheinmetall Aktie: 5,7-Mrd.-Auftrag aus Rumänien

Trotz Großauftrag für Flugabwehrsysteme und weiterer Deals fällt die Rheinmetall-Aktie auf Jahrestief.

Die Kernpunkte:
  • Rumänien bestellt Skyranger-Flugabwehrsysteme
  • Bundeswehr ordert 23 Bergepanzer Büffel
  • Partnerschaft mit griechischer GEK TERNA
  • Aktienkurs nahe 52-Wochen-Tief

Rumänien rüstet auf — und Rheinmetall liefert. Der Düsseldorfer Rüstungskonzern erhält einen Auftrag für Flugabwehrsysteme des Typs Skyranger 35. Das klingt nach Rückenwind. Die Aktie erzählt eine andere Geschichte.

Historischer Auftrag aus Bukarest

Der Skyranger-35-Auftrag ist Teil eines rumänischen Beschaffungspakets im Gesamtwert von 5,7 Milliarden Euro. Rheinmetall hatte diesen Megadeal bereits Anfang Juni 2026 gemeldet. Jetzt folgt die Detailspezifikation.

Das Paket umfasst 24 Systeme Skyranger 35, sieben Skynex-Systeme sowie zwei Millennium-Geschütze für maritime Flugabwehr. Das Skyranger-System läuft auf der Kettenplattform KF41 Lynx. Die Kombination vereint Feuerkraft und Mobilität in einem Fahrzeug.

Den Hintergrund liefert die Sicherheitslage: Ein Drohnenvorfall im rumänischen Luftraum hat zuletzt die Lücken in der Nahbereichsflugabwehr deutlich gemacht. Oliver Dürr, Leiter der Rheinmetall-Division Air Defence, nannte die Entscheidung Rumäniens einen Meilenstein für die europäische Luftverteidigung.

Bundeswehr und Griechenland als weitere Kunden

Parallel dazu sicherte sich Rheinmetall einen Bundeswehr-Auftrag. Das Militär bestellt 23 Bergepanzer 3 Büffel — im mittleren dreistelligen Millionenbereich. Sie ersetzen Fahrzeuge, die Deutschland an die Ukraine abgegeben hatte. Die erste Auslieferung plant Rheinmetall für Dezember 2027, die letzte für Juni 2029.

Ferner unterzeichnete die Rheinmetall Landsysteme GmbH eine strategische Partnerschaft mit der griechischen GEK TERNA S.A. Ziel ist der Aufbau von Verteidigungskapazitäten in Griechenland.

Aktie nahe Jahrestief

Starke Auftragslage, schwacher Kurs. Die Aktie schloss am Mittwoch bei 945,10 Euro — nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 930,20 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 41 Prozent verloren. Der RSI liegt bei 24 und signalisiert damit eine stark überverkaufte Lage.

Wie groß die Diskrepanz zwischen Fundamentaldaten und Kursentwicklung ist, zeigt ein Vergleich: Das 52-Wochen-Hoch vom September 2025 lag bei 1.995 Euro. Seither hat die Aktie mehr als die Hälfte ihres Wertes abgegeben. Ob die Auftragsserie diesen Trend bremsen kann, hängt auch davon ab, wie der Markt die geopolitische Lage in den kommenden Wochen bewertet.

Anzeige

Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 25. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rheinmetall: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Rheinmetall